Der erste Bauabschnitt der Triftstraße ist"besenrein". Das zeigte sich bei einem Baustellenbesuch gestern. Der grundhafte Ausbau des zweiten Teiles der Straße wird voraussichtlich noch bis Ende Mai andauern.

Wolmirstedt l Gestern Vormittag war in der Triftstraße - zwischen der Parkstraße und der Julius-Bremer-Straße - Großreinemachen angesagt. Bauarbeiter Axel Müller fegte fein säuberlich Sand in die Fugen zwischen dem farbigen Betonsteinpflaster, bevor die Baustelle hier beräumt wird.

Das bedeutet, der Teilabschnitt ist grundhaft ausgebaut, der alte Belag aus Beton und Asphalt durch Betonpflaster ersetzt. Im Zuge der Arbeiten wurden zugleich die Gehwege saniert und Parktaschen angelegt. Die Sperrung für den Verkehr aber bleibt weiter bestehen. "Weil die Kreuzungsbereiche der Triftstraße/Parkstraße sowie Julius Bremer-Straße noch nicht fertiggestellt sind. Außerdem steht der zweite Bauabschnitt der Triftstraße zwischen der Julius-Bremer-Straße und der August-Bebel-Straße noch aus", erläuterte Simone Heiß vom Fachdienst für Immobilien und Planung der Stadt Wolmirstedt. Um den 30. Mai, so die letzte Information, sollen auch hier die Arbeiten beendet sein, kann die so wichtige Verkehrsader nach fast zehn Monaten Bauzeit dann wieder freigegeben werden.

Ein Grund für die lange Bauzeit, in der Triftstraße, "zwischen der Vogelstange und der Halle der Freundschaft, musste ein neuer Regenwasserkanal und eine Trinkwasserleitung verlegt werden", erklärte Bernd Zabel,Sachgebietsleiter Investition des Wolmirstedter Wasser und Abwasserzweckverbandes (WWAZ).

Die neue Trinkwasserleitung mit einem Durchmesser von 125 Millimeter hat eine Länge von 200 Metern. "Im Zuge der Arbeiten", so Bernd Zabel, "wurden gleichzeitig die neuen Hausanschlüsse verlegt." Der neue Regenwasserkanal wird bei seiner endgültigen Fertigstellung eine Länge von 190 Metern besitzen. Dann machte Bernd Zabel auf einen besonderen Umstand im zweiten Bauabschnitt aufmerksam: "Während durchgängig in offener Bauweise die Leitungen verlegt werden konnten, wurde im Bereich des sogenannten Baumtores die Schmutzwasserleitung im unterirdischen Rohrvortrieb gepresst. Wie der Fachmann erläuterte, musste aufwendig eine Start- und Zielgrube errichtet werden.

"Das Baumtor, zwei Platanen rechts und links der Triftstraße, soll als Ensemble unbedingt erhalten bleiben", erläuterte Simone Heiß, "um die Wurzeln der beiden Bäume im Zuge der Bauarbeiten nicht zu beschädigen, haben wir uns für diese Ausführungstechnologie entschieden."

Die Arbeiten dafür, so Bernd Zabel sind beendet, gegenwärtig wird der restliche Schmutzwasserkanal weiter in offener Bauweise eingebracht. Abschließend machte der Sachgebietsleiter aufmerksam machte, dass die Ver- und Entsorgung der Anwohner mit Wasser trotz der Baumaßnahmen stets gewährleistet ist.

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