Wolmirstedt l Flüchtlinge aus dem Kosovo und Albanien sollen am Freitag die ersten Bewohner der Unterkunft für Asylbewerber in der Schwimmbadstraße 2b sein. 16 Personen sollen dort einquartiert werden. Eine Woche später sollen weitere 16 Personen in die Gemeinschaftsunterkunft einziehen, vermutlich Menschen aus Mali, Eritrea, Benin und Guinea-Bissau. Das sei aber noch nicht klar und könne sich kurzfristig ändern. Fakt ist, "die meisten Asylsuchenden kommen vom afrikanischen Kontinent", sagt Iris Herzig, die zuständige Fachbereichskoordinatorin im Landkreis Börde. Ob die Asylbewerber, die in Wolmirstedt einziehen Einzelpersonen oder Familien sein werden, ist noch nicht bekannt.

Eigentlich hatten bereits zu Wochenbeginn die ersten Asylsuchenden die Wolmirstedter Unterkunft auf Zeit beziehen sollen. Das hat sich verzögert, weil noch letzte Absprachen getroffen werden mussten. Die Bauabnahme des zur Gemeinschaftsunterkunft umgebauten Gebäudes war allerdings bereits am Freitag erfolgt. Dabei gab es keine Beanstandungen.

Die Unterkunft für Asylbewerber wird von der Pewobe betrieben, eine Gesellschaft, die unter anderem in Berlin Flüchtlingsheime betreibt. Betreiber und Landkreis setzen auf Offenheit. Am Sonnabend, 25. April, soll es deshalb einen Tag der offenen Tür geben, teilt Iris Herzig mit. Die genaue Zeit wird noch bekannt gegeben.

An diesem Tag soll der Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden, mit den Betreibern und mit Vertretern des Landkreises zu reden und die Unterkunft kennen zu lernen. Das ehemalige Kinderheim, das unter anderem einst die Musikschule beherbergte, bietet knapp 100 Menschen Platz und wird dringend benötigt. "Allein im April muss der Landkreis 77 Asylsuchende aufnehmen", sagt Iris Herzig. Neben Gemeinschaftsunterkünften in Wolmirstedt werden welche in Haldensleben, Harbke und Weferlingen betrieben.

Die Zahl der Asylsuchenden, die monatlich im Landkreis aufgenommen werden müssen, schwankt ständig. Sie wird nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel berechnet. In den kommenden Sommermonaten wird jedoch mit einem größeren Flüchtlingszustrom gerechnet.