Zufrieden hat sich Peter Nawrath, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Barleben, mit dem Zuspruch auf den jüngsten Blutspendetermin in der Sekundarschule Barleben gezeigt. 47 Spender hatten sich eingefunden, um Blut zu spenden, sechs das erste Mall.

Barleben l Blutspenden ist unkompliziert, ungefährlich - doch der Bedarf an Blut wächst schneller als die Zahl der Spender. "Daher kann die Bedeutung der Blutspende gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der rote Lebenssaft kann im Ernstfall Leben retten und dient außerdem dazu, lebenswichtige Medikamente herzustellen."

Ilse Ahrend, Schatzmeisterin der DRK-Ortsgruppe Barleben, weiß gar nicht, wie oft sie diesen Satz allein in den vergangenen Jahren geäußert hat. Aber sie wird dennoch, wie auch die übrigen Mitglieder der Ortsgruppe, nicht müde, diese so bedeutsamen Sätze immer wieder aufs Neue zu wiederholen. So auch am vergangenen Dienstag.

Und dennoch war diesmal vieles anders als sonst. Denn erstmals fand die Blutspende nicht in der Ganztagsschule im Feldstraße 20 statt, sondern in den Räumen der Begegnungsstätte des Mehrgenerationenzentrums im Breiteweg 147. Und der "Umzug" kam den Mitgliedern um ihren Vorsitzenden Peter Nawrath im wahrsten Sinne des Wortes richtig teuer zu stehen. Sein Stellvertreter Bernd Bergemann kennt den Grund: "Ich weiß nicht, wie oft wir, war Blutspende angesagt, Gast in der Gesamtschule in der Feldstraße waren. Jedes Mal waren wir willkommen, schließlich ist die Blutspende eine lebenswichtige Aufgabe, der wir Mitglieder der DRK-Ortsgruppe ehrenamtlich nachkommen. Das heißt, die Schule hat uns nie für die Nutzung der Räume etwas in Rechnung gestellt. Ganz anders der Verein des Mehrgenerationenzentrums, der uns für die Blutspendeaktion am 14. April 170 Euro berechnet. Was nicht nur ich nicht verstehe, sondern alle Mitglieder richtig verärgert hat."

Doch davon spürten die Bürger nichts, die in der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr kostenlos ihr Blut spendeten und fürsorglich betreut wurden. Insgesamt kamen 47 Spender, davon sechs Erstspender. Eine von ihnen war Nancy Wilke (41) die mit Sohn Lenny (4) kam. "Ich tat dies übrigens das erste Mal und außerdem bewusst", meinte die Barleberin. "Denn ich habe mir im Vorfeld immer wieder die Frage gestellt: Was passiert eigentlich, wenn keiner mehr zur Blutspende geht?" Wie Nancy Wilke sich im Nachhinein eingesteht, war die Entscheidung längst überfällig. "Und ich habe für mich entschieden, ich bleibe dran. Denn letztlich helfen wir damit nicht nur anderen Menschen, sondern betreiben selbst ein gutes Stück Gesundheitsvorsorge". Das sahen Thomas Jobke (42) und Ehefrau Anja genauso, die den Weg von Meitzendorf aus nicht scheuten.

Bleibt noch die Frage zu beantworten: Warum jetzt in der Begegnungsstätte Blut gespendet werden soll? "Die Aula der Ganztagsschule wird diese Woche von den Schülern als Theater genutzt", erläutert Bernd Bregemann, "das heißt, beim nächsten Termin sind wir wieder in der Feldstraße anzutreffen."

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