Seit einiger Zeit wird doppelte Kraft benötigt, soll im Breiteweg der Maibaum in die Senkrechte gebracht. Mit einer Länge von 12,70 Metern ist er von den Kameraden der Wehr nicht mehr allein zu schultern, also half der Wirtschaftshof aus.

Barleben l Eine Stunde vor der feierlichen Eröffnung standen die Organisatoren auf dem Innenhof der Mittellandhalle ziemlich allein und im Regen. Doch die Barleber sind wetterfest, gab es dennoch wie in all den Jahren großes Interesse in der Bevölkerung für die Tradition, die seit einer Ewigkeit in Barleben ganz besonders intensiv gepflegt wird, wie Ortsbürgermeister Frank Nagel in seiner Ansprache zur Eröffnung der Feier im Beisein von Vertretern von Vereinen und den Majestäten wie Erntekönigin und Schützenkönigen betonte. Das sollte wie in all den Jahren lautstark durch die Barleber Schützengilde unterstützt werden. Das klappte nicht auf Anhieb. Warum auch, wenn bereits der Maibaum, anders als in den vergangenen Jahren, schon am Vormittag aufgestellt wurde. Dennoch gab sich der Ortsbürgermeister optimistisch. "Heute", so das Ortsoberhaupt mit Blick zum Himmel, "ist das Maibaumaufstellen trotz des schlechten Wetters für den größten Teil der Barleber eine willkommene Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und so wollen wir es auch bei uns handhaben."

Und so waren lange vor der offiziellen Eröffnung die Versorgungs- und Verkaufsstände geöffnet, wobei sich einmal mehr die Vereine tatkräftig mit eingebracht haben. Und die Mädchen und Jungen sahen nach dem Kinderschminken (mit wasserfesten Farben) trotz des Platzregens richtig gut aus. War das Fest bis 18.17 Uhr noch sehr statisch, kam danach richtig Schwung in die Feier. Das lag zum einen daran, dass Petrus die Schleusen schloss, aber vor allem an den Auftritten der Tanzgruppe 50 plus und den Tanzformationen des OK-live-Ensemble. Ein echter Hingucker war die historische Figuren-Schau. Was wäre noch zu berichten? Die zünftige Disko mit DJ Sixtus sorgte dafür, dass erst zu später Stunde auf dem Innenhof Ruhe einzog.

Bilder