Die Sanierung der Triftstraße erfordert von Anliegern und Autofahrern Geduld, längere Fußwege und Kreativität bei der Parkplatzsuche. Nicht jeder ist dazu bereit. Das birgt gerade vor der Diesterweg-Schule Gefahren.

Wolmirstedt l Die Triftstraße wird von Grund auf saniert. Neue Kanäle werden in die Erde gelegt, Straßenbelag und Gehwege komplett neu gestaltet. Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Bis dahin sind Verkehrseinschränkungen nicht zu vermeiden. Besonders prekär ist die Lage vor der Diesterweg-Grundschule vor Schulbeginn und zum Schulende. Dort halten die Busse an der Halle der Freundschaft. Und nicht nur die. Auch Eltern stellen ihre Autos am Straßenrand ab, während sie ihre Kinder aus der Schule abholen. Damit wird dieses Stück der Julius-Bremer-Straße zum Nadelöhr. "Kann in dieser Zeit nicht ein Halteverbotsschild aufgestellt werden", schimpft Anette Pilz, die sich jeden Morgen dort hindurchfädeln muss.

Parken ist in diesem verkehrsberuhigten Bereich ohnehin nicht erlaubt. Anhalten und ein Kind ein- oder aussteigen lassen hingegen schon. Politessen haben parkenden Autos bereits "Knöllchen" hinter den Scheibenwischer geklemmt. Gerade angesichts der angespannten Situation sind sie dort öfter unterwegs. Kurios: Darüber haben sich Fahrzeughalter bereits im Rathaus beschwert.

Dirk Rohrbeck ist stellvertretender Schulleiter der Diesterweg-Grundschule und begleitet Kinder über die Straße zum Bus. "Besonders am Freitag kommen viele Eltern und holen ihre Kinder mittags ab", sagt er, "da wird es hier eng." Allerdings hat er beobachtet, dass sich die Lage in den letzten Tagen entspannt habe. "Wahrscheinlich lernen die Eltern, mit der Situation umzugehen", vermutet er.

Ein weiterer Knackpunkt der Sanierung ist der Knotenpunkt Triftstraße/Damaschkestraße. Für Anlieger und Geschäftsleute wird es noch schwieriger, als bisher. Noch ist eine Belieferung beispielsweise des Lotto-Ladens von vorn möglich. In ein bis zwei Wochen wird die Straße jedoch bis zur Einfahrt Fußgängerzone aufgerissen. "Dann ist nur noch eine Belieferung über die Schlossdomäne möglich", sagt Dirk Illgas. Ortskundige benutzen bereits jetzt die Elbeuer Straße über die Amtsbrücke. Die darf allerdings von Fahrzeugen, die schwerer sind als neun Tonnen, nicht befahren werden.

Ende Juli sollen die Kanalbauarbeiten am Knotenpunkt Damaschkestraße beendet sein. Die Straße wird dann wieder befahrbar. Erst, wenn der Straßenbau dort beginnt, wird sie erneut gesperrt.

Die Triftstraßensanierung durchläuft drei Knotenpunkte. Derzeit sind alle offen. Doch nach der Sperrung der Kreuzung Damaschkestraße, wird die Kreuzung an der Diesterweg-Schule erneuert. Auch die Kreuzung Vogelstange/Parkstraße vor den Bahnschranken muss noch eine neue Straßendecke bekommen. "Es wird nacheinander gesperrt", sagt Dirk Illgas, "sodass immer zwei Knotenpunkte offen bleiben."

Das Wohn- und Geschäftshaus Triftstraße 17 sowie das Bildungs- und Freizeitzentrum (BFZ) sind gewöhnlich ebenfalls über die Triftstraße zu erreichen. Zum BFZ wurde ein Privatweg aufgeschüttet, das Wohn- und Geschäftshaus Triftstraße 17 ist ebenfalls über einen Privatweg neben dem Seniorenwohnheim erreichbar.

 

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