Der Förderverein "Gersdorfer Kessel" hat zum ersten Mal einen Flohmarkt organisiert. Im Gemeindehaus in der Dorfstraße haben Bürger gebrauchte Gegenstände angeboten. Auf den Tischen war vor allem Kinderbekleidung zu finden.

Gersdorf l Henriette Hellwig hat den Kleiderschrank ihres Kinderzimmers durchforstet und festgestellt, dass ihr vieles gar nicht mehr passt. Zusammen mit ihrer Mutti hat sie die Sachen zusammengepackt und auf dem Flohmarkt angeboten. "Ich habe sogar schon etwas verkauft", sagt das siebenjährige Mädchen stolz. Und weil Sachenverkaufen hungrig macht, isst sie einen großen Teller Nudeln mit Tomatensauce.

Der Erlös des Flohmarktes und auch des Speisen- und Getränkeverkaufs geht an den Förderverein "Gersdorfer Kessel", der sich erst in diesem Jahr gegründet hat.

"Unser Förderverein soll das öffentliche Leben in Gersdorf unterstützen", sagt Heike Liebig vom Vorstand. Ihr und den Mitstreitern sei in der kleinen Gemeinde einfach zu wenig los, erklärt sie. Deshalb haben sie die Initiative ergriffen und den Förderverein gegründet, der beinahe 40 Mitglieder zählt.

Eine Aktion des Fördervereins ist der Flohmarkt, der am Sonnabend viele Besucher anlockte. "Ich bin erstaunt, dass die Aktion so gut angenommen wird", sagt Heike Liebig. Viele haben Kuchen für einen Basar gebacken und auch der Erlös der Nudeln mit Tomatensauce fließt in den Fördervereinstopf.

Die nächste Veranstaltung soll ein Kirchenfest sein, das am Sonntag, 14.Juni, stattfindet, und bei dem das Geld gut gebraucht wird, um unter anderem Kinderaktionen zu finanzieren.

Der Name des Fördervereins ist der Geografie des Dorfes geschuldet. Gersdorf liegt in einem Kessel. Wer den Ort verlassen möchte, muss bergan gehen, egal, in welche Richtung er sich wendet.