Mit der Geschichte der ehemaligen Barleber Kranbaufirma Bakra beschäftigt sich eine neue Ausstellung in der Heimatstube. Auch Fotos ehemaliger Mitarbeiter sind zu sehen. Eröffnet wird die Schau am 21. Mai mit einem Vortrag.

Barleben l Unter dem Titel "Krane aus Barleben" öffnet am 21.Mai eine neue Ausstellung in der Heimatstube. Sie erzählt anhand von Bildern, Prospekten und Informationstexten die Geschichte des ehemaligen Kranbaubetriebes Bakra in Barleben. Zu sehen sind zudem viele Fotos ehemaliger Mitarbeiter des 1949 aus der Spezialfirma "Polensky und Zöllner" hervorgegangenen Unternehmens.

"Grundlage und Anstoß für diese Ausstellung waren die vor einem Jahr von mir an das Archiv übergebenen Unterlagen, die die betriebliche Entwicklung und die Erzeugnis-Entwicklung des Barleber Kranbaubetriebes dokumentieren", erläutert Frank Schumacher. Über 33 Jahre lang hat der heute 75-Jährige für den Betrieb gearbeitet. Gesammelte Unterlagen des Unternehmens ab 1949 bis zur Insolvenz im Jahr 1997 hatte Frank Schumacher im Mai vergangenen Jahres dem Archiv geschenkt (Volksstimme berichtete).

Er ist es auch, der die Ausstellung am 21. Mai mit einem einführenden Vortrag eröffnet. Veranstaltungsort ist der Gemeindesaal. Aufgebaut haben die Schau in der Heimatstube in Abstimmung mit Frank Schumacher wiederum Kerstin Dünnhaupt, Ortschronistin und zudem Schriftführerin im Heimatverein, sowie Heike Thieme, Leiterin des Barleber Archivs. Zusätzliches Material für die Sammlung gab es aus der Bevölkerung. Einem Aufruf in der Volksstimme folgten rund 20 Bürger. Sie stellten den Organisatoren unter anderem Fotos zur Verfügung, die Kerstin Dünnhaupt kopieren und vergrößern ließ. "Vielleicht erkennt der eine oder andere jemanden wieder", sagt sie.

Die Schau können interessierte Besucher direkt nach dem Vortrag von Frank Schumacher und dann immer zu den Öffnungszeiten der Heimatstube besichtigen. In seinen Ausführungen möchte Schumacher unter anderem auf die Bedeutung des ehemaligen Unternehmens eingehen. "Der Kranbaubetrieb war einer der größten Arbeitgeber für Barleben und Umgebung. Die Produktpalette deckte insbesondere den Kranbedarf der DDR-Bauindustrie ab. Seit 1969 exportierte der Betrieb auch Sonderkrananlagen für Werften, Häfen und Lagerplätze in das nichtsozialistische Ausland", erläutert Frank Schumacher und ergänzt: "Ich werde auf einzelne zeitliche Phasen der betrieblichen Entwicklung und auf die Erzeugnisentwicklung eingehen und diese an Text- und Foto-Materialien dokumentieren."

Auch auf den Privatisierungsprozess wolle er Bezug nehmen "und dabei die Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt Berlin einer kritischen Bewertung unterziehen". Der Vortrag beginnt um 16 Uhr.