Hohe Börde (muß/car) l Es war nur ein kurzes Unwetter mit Regen, Blitz und Donner am Dienstagabend, doch das, was es in manchen Orten der Gemeinde Hohe Börde hinterlassen hat, wird noch lange in Erinnerung bleiben.

So sitzt der Schock tief bei Familie Niemann in Mammendorf. Eine gewaltige Schlammlawine suchte sich den Weg in Richtung ihres Hauses, nachdem der Regen die Erdmassen vom angrenzenden Acker aufgewühlt hatte. Der Dreck drückte durch Türen und Fenster in die Kellerräume des Anwesens. Im Keller stand das Wasser bis zu 1,70 Meter hoch, schätzte Wolf-Dieter Niemann ein. Fernseher, Kühltruhen, Bilder, Andenken und andere Gegenstände sind nur noch Sperrmüll. Die Feuerwehrkameraden aus Eichenbarleben und Mammendorf brauchten Stunden, um das Wasser abzupumpen und wenigstens die gröbsten Schäden zu beseitigen.

Doch auch die Feuerwehren aus den anderen Orten der Hohen Börde hatten gut zu tun, weil sich Wasser und Schlamm ihren Weg suchten und Bäume den Sturmböen nicht standhielten. "Es waren insgesamt 40 Kameraden aus Groß Santersleben, Mammendorf, Ochtmersleben, Bornstedt, Ackendorf und Eichenbarleben im Einsatz", fasste Gemeindewehrleiter Axel Klitschke am Tag nach dem Unwetter zusammen. So wurden beispielsweise die Ackendorfer und Groß Santersleber Kameraden alarmiert, um einen Ast zu beseitigen, der auf der Kreisstraße zwischen Groß Santersleben und Ackendorf den Verkehr behinderte. In Bornstedt und Ochtmersleben mussten die Feuerwehrleute ausrücken, um Fahrbahnen von örtlichen Straßen vom Schlamm zu befreien. Der Ochtmersleber Ortswehrleiter Andreas Wetzig lobte nach dem Einsatz besonders die Hilfe der ortsansässigen Bauern.

Zudem sorgten vollgelaufene Keller, die ausgepumpt werden mussten, für einen arbeitsreichen Feierabend bei den Feuerwehrleuten. In die Irxleber Sporthalle war ebenso Wasser eingedrungen.

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