Die Anwohner der Fabrikstraße sind guter Hoffnung, dass die Schwerlaster künftig nur noch über die Schwimmbadstraße, wo eine Zufahrt ausgebaut wird, das Gewerbegebiet anfahren. Damit soll nach Jahren endlich Ruhe einziehen.

Wolmirstedt l Der Lärmpegel in der Fabrikstraße soll zu in den kommenden Wochen endlich drastisch gesenkt werden. Wie das geschehen soll, das weiß Christa Spura vom Fachbereich Bürger Serviceangelegenheiten Fachdienst Immobilienwirtschaft Liegenschaften: "Mit einem Wegebau in der Schwimmbadstraße soll eine zusätzliche nicht öffentliche Zufahrt für ein in der Fabrikstraße ansässiges Stahlbauunternehmen geschaffen werden. Das bedeutet, dass der Schwerlastverkehr zur Freude der Anwohner künftig nicht wie bisher über die mit Kopfstein gepflasterte Fabrikstraße, sondern nur noch über die Schwimmbadstraße geführt wird."

Konkret beinhaltet die Baumaßnahme einen grundhaften Ausbau der Zufahrt auf einer Länge von 80 Metern in den sogenannten Garagenkomplex "Ohre", die der Stadt gehört. Der Ausbau dieser alten Betonstraße, so Christa Spura, wird von dem Unternehmen in Auftrag gegeben, "das dafür das Wegerecht für diese nichtöffentlichen Zuwegung erhält". Wie die Mitarbeiterin in diesem Zusammenhang aber betonte, werden die Besitzer der 32 Garagen auch weiterhin über die dann ausgebaute Straße in den Garagenkomplex gelangen.

Wie weiter aus dem Rathaus zu erfahren war, werden die Arbeiten am kommenden Dienstag, 26. Mai, beginnen und voraussichtlich bis zum 19. Juni andauern. Für den Zeitraum der Baumaßnahme muss aber der gesamte Verkehr über die Fabrikstraße in den Garagenkomplex umgeleitet werden.

Das bedeutet, dass das Verkehrsaufkommen und die Lärmbelästigung in der Fabrikstraße in den kommenden vier Wochen drastisch ansteigen. Damit aber können die Anwohner gut leben, denn danach ist ein Ende jeglicher "Belästigungen" abzusehen.

Das sah in den vergangenen vier Jahren noch ganz anders aus. 2011 wurde die alte Kopfsteinpflasterstraße zu einer "Zubringerstraße" für die im Gewerbegebiet ansässige Stahlbaufirma umfunktioniert. Das wiederum bedeutete, über Nacht war es in dieser so verträumten Straße mit der Ruhe vorbei.

Das Erschwerende: Der Schwerlastverkehr kam und kommt zu jeder Tages- und Nachtzeit aus ganz Europa "eingeflogen". Was man wiederum den Kraftfahrern nicht verübeln konnte, sie hatten keine andere Wahl. Denn eine andere Zufahrt zum Stahlbaubetrieb gibt es nicht.

Das aber soll sich spätestens zum 19. Juni grundlegend ändern und der gesamte Schwerlastverkehr über die neue Zufahrt geleitet werden. Das Bauunternehmen selbst gibt sich recht optimistisch, will den Fertigstellungstermin sogar noch um eine Woche unterbieten.

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