Einen Albtraum für jeden Autofahrer haben Torsten Benesch und Sebastian Alicke am vergangenen Donnerstag im alten Dorfkern von Irxleben erlebt. Unbekannte haben ihre Autos mit hässlichen Kratzern versehen.

Irxleben l Sebastian Alicke glaubte erst an eine unschöne Hinterlassenschaft eines Vogels, als er nach einer physiotherapeutischen Behandlung zu seinem unmittelbar vor der Tür der Praxis geparkten Auto zurückkehrte. An der hinteren Tür auf der Fahrerseite entdeckte einen Fleck auf dem schwarzen Lack. Beim Drüberstreichen mit dem Finger war aber schnell klar, dass es kein Vogeldreck, sondern ein Kratzer war. Da sein Pkw Mercedes direkt neben einem schmalen Fußweg parkte, vermutete er zunächst keine böse Absicht. Vielleicht war ein Radfahrer unabsichtlich dagegen gekommen und hatte so die Schramme hinterlassen.

Doch beim Einsteigen wartete die nächste Überraschung auf den Magdeburger. Sein Blick fiel auf die Frontscheibe, die ebenfalls mit tiefen Kratzern versehen war. Weitere tiefe Spuren fanden sich auf der Motorhaube. Das konnte nicht unabsichtlich passiert sein und über einen Dummenjungenstreich ging das weit hinaus. Sebastian Alicke kann die Tatzeit genau eingrenzen, denn seine Physiotherapie dauerte von 17.30 bis 18.30 Uhr. Passiert ist es in der Kirchstraße in Irxleben, unweit der Kirche.

Bei der Polizei hat Sebastian Alicke eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet, im sozialen Netzwerk Facebook tat er seinen Schaden ebenfalls kund, in der Hoffnung, dass jemand etwas beoachtet hat. "Bei Facebook wurde der Beitrag schon viele Male geteilt", so Sebastian Alicke. Für entsprechende Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen, setzt er eine Belohnung von 1000 Euro aus.

Die gleiche böse Überraschung erlebte die Irxleberin Manuela Benesch am gleichen Abend gegen 20.45 Uhr, als sie ihre Tochter abholen wollte und mit dem Familienauto auf der Bundesstraße 1 unterwegs war. Die "Spinnweben" auf der Frontscheibe des Pkw Subaru ließen sich mit dem Scheibenwischer nicht einfach wegschieben. Sie hielt an und sah die ganze Bescherung: Die Frontscheibe war zerkratzt und auch auf der schwarzlackierten Motorhaube hatten sich die Randalierer ausgelassen. Ebenfalls auf der Fahrerseite wie bei Sebastian Alickes Auto. Bei der Rückkehr besah sich dann Torsten Benesch den Schaden an seinem Pkw. Möglicherweise war ein Stein das Tatwerkzeug, vermutete er.

So wie bei Sebastian Alicke gibt es auch bei Torsten Benesch ein knappes Zeitfenster, in dem der Schaden entstanden sein muss. "Ich bin um 18Uhr nach Hause gekommen und habe das Auto vor meiner Haustür in der Ringstraße abgestellt", sagte er und sah so auch Parallelen zum Fall von Sebastian Alicke. Beide Tatorte liegen nur wenige hundert Meter auseinander. Eine Idee, wer ihm Böses tun wollte, hat er nicht. Anzeige hat auch Torsten Benesch bei der Polizei erstattet und auch bei Facebook ist von seinem "Unglück" zu lesen.

Die beiden Autobesitzer bitten diejenigen, die am Donnerstagabend in der Kirchstraße oder in der Ringstraße in Irxleben etwas Verdächtiges beobachtet haben, das mit den Schäden an den Autos in Verbindung stehen könnte, sich bei der Polizei zu melden. Jede Polizeidienststelle nimmt die Hinweise entgegen.