Das Mühlenfest vor den Toren der Stadt hat seinen Gästen gestern beste Unterhaltung geboten. Und das Wetter spielte rund um Auerbachs Mühle auch mit. "Was will man mehr", sagte Ursula Pankonien, die Gastgeberin.

Wolmirstedt l Die alte Auerbach-Bockwindmühle hatte gestern wahrlich einen Platz an der Sonne. Das Wetter zum 22. Deutschen Mühlentag war in Wolmirstedt wie aus dem Bilderbuch. Entsprechend gewaltig fiel der Ansturm auf das Mühlenfest an der westlichen Peripherie der Stadt aus. Renate Müller, weilte erst das zweite Mal an Auerbachs Mühle. Die 66-jährige Rentnerin aus der Landeshauptstadt outete sich als "interessierte Laiin". Mit ihrem Mann ist sie seit Jahren unterwegs, wird bundesweit der Mühlentag begangen. Dabei hat es ihr der Altkreis angetan. So besuchte sie bereits die Schlossmühle in Flechtingen, inspizierte die Bockwindmühle in Lindhorst und war überrascht, wie technisch top das technische Denkmal dort noch ist.

Nicht anders der Zustand des historischen Baudenkmals in Wolmirstedt. Trotz inzwischen 173 Jahren ist auch Auerbachs Mühle auf ihrem "Bock" noch gut beieinander. Ihr Innenleben ist - das haben die zahlreichen Besucher feststellen können, als sie einen Blick ins Innere wagten - mit Mahl- und Schrotgang, Walzenstuhl und Schrollenzylinder nahezu komplett erhalten. Nach fortschreitendem Verfall ist das Denkmal Anfang der 1980er Jahre erst notgesichert und dann zwischen 1992 und 1994 umfassend restauriert worden. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch das Hotel. Die Mühlenwirtin und ihre "guten Geister" scharen das Volk zweimal im Jahr um das Jalousieflügelkreuz - Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag und im September, wenn das Landhaus seinen Geburtstag feiert. Gestern gab es Musik aus der Konserve und handgemacht vom Akkordeonorchester Magdeburg, Tänze aus der Börde. Mit frischem Brot, Erdbeer- und anderem Kuchen, mit Buletten vom Grill und Schwarzbierfleisch aus dem Topf war für leibliche Wohl bestens gesorgt.

Bilder