Die große Leserumfrage der Volksstimme ist ausgewertet worden. Wir fragten nach Ihrer Meinung zu drei brisanten Themen: Ärzte, Autobahn und Gartenfeuer. Insgesamt 1138 Antworten sind dazu eingegangen.

Wolmirstedt l Die Leserumfrage hat gezeigt, die Wolmirstedter sind ernsthaft um ihre Gesundheit besorgt. So entfielen die meisten Antworten auf die erste von der Volksstimme gestellte Frage: Soll die Stadt zur Kasse gebeten werden, um den drohenden Hausärztemangel zu beheben?

Das Votum war eindeutig. Nicht weniger als 319 der insgesamt 373 Teilnehmer sind der Meinung: Ja, aufgrund des demografischen Wandels sind Ärzte vor Ort - einbezogen waren Wolmirstedt, Farsleben, Glindenberg, Mose und Elbeu - zwingend nötig. Das waren immerhin 85,5 Prozent (!) der abgegebenen Antworten. Dagegen interessierten sich lediglich 6,2 Prozent (23 Teilnehmer) nicht für dieses Thema. 31 Antworten dagegen sagten aus, dass das Thema des "drohenden Ärztemangels" nicht auf den Tisch der Stadt gehört und damit Angelegenheit der Kommune ist.

Ortsumgehung bringt keine Entlastung

Keine spürbare Entlastung des Verkehrsaufkommens in der Ortslage Colbitz sehen die 382 Teilnehmer der Leserbefragung nach der Freigabe des neuen Abschnittes der Autobahn A 14 im Oktober des vergangenen Jahres. Die deutliche Mehrheit - 205 (53,7 Prozent) - sagt nein, denn noch immer fahren zahlreiche Schwerlaster durch die kleine Ortschaft Colbitz. Dass sich doch einiges getan hat, das zeigt diese Zahl: 127 Teilnehmer, immerhin 33,2 Prozent der Befragten, waren der Meinung: Der Neubau macht sich bezahlt, inzwischen nutzen immer mehr Fahrzeuge die Ortsumgehung, zieht langsam Ruhe in Colbitz ein. Die dritte Antwort jeder Frage signalisiert jeweils, dass das Thema nicht wirklich interessiert. Im Fall der Ortsumgehung gab es immerhin 50 Antorten (13,1 Prozent), die da meinen, dass sie das Problem nicht wirklich tangiert.

Nach wie vor ein heißes Thema ist das Verbrennen von Gartenabfällen und die Parteien sind zweigeteilt. Die deutliche Mehrheit von ihnen - 269 (70,2 Prozent) - hat sich dazu eindeutig positioniert: Es soll auch weiterhin erlaubt sein, Gartenfeuer zu entzünden. Etwas mehr als ein Viertel der Teilnehmer - 106 (27,7 Prozent) - plädiert immerhin dafür, das Verbrennen künftig komplett zu verbieten. Chronistenpflicht: Lediglich 2,1 Prozent, das sind acht Teilnehmer, interessiert das Gartenfeuer nicht.

Abgestimmt werden konnte wie folgt: Zum einen gab es einen Coupon, den die Leser ankreuzen, ausschneiden und abschicken konnten. Zum anderen gab es die Möglichkeit, online die Stimme abzugeben.