Die Gemeinde Niedere Börde beendete am Sonnabend die Reihe der Empfänge in der Region Wolmirstedt mit einem themenbezogenen Frühschoppen. Die Veranstaltung in der Aula der neuen Grundschule im Ortsteil Dahlenwarsleben war dem musikalischen Wirken in der Niederen Börde gewidmet.

Dahlenwarsleben. Gewichtheben und Kraftsport bekamen schon eine Plattform, die Karnevalsvereine, die Kleintierzüchter und Kleingärtner. Im letzten Jahr waren es die Angler und die Jägerschaft. Der Frühschoppen am Sonnabend war einer der Musik. Bürgermeisterin Erika Tholotowsky erinnerte an die Tatsache, dass es in der Gemeinde sieben aktive Chöre gibt. Der älteste, der Gesangsverein "Deutscher Sinn" im Ortsteil Gutenswegen, geleitetet von Bärbel Pfeiffer und Uta Kohnert, feiert im kommenden Jahr sein 150-jähriges Bestehen.

Aber nicht nur Chorgesang bestimmt das musikalische Geschehen. Es sind auch Instrumentalgruppen aktiv. Tholotowsky benannte die Schalmeienkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Groß Ammensleben, die Jagdhornbläsergruppe Stietzel aus Jersleben und die Rockband "Wild Horses", beheimatet in Dahlenwarsleben. Das Zupforchester aus diesem Ortsteil, weit über die Börderegion hinaus bekannt, hatte die erste Frau, zur besonderen Umrahmung des Empfanges eingeladen. Es feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Orchesterleiter Torsten Kahler bekam Gelegenheit, eine von Wilhelm Radespiel verfasste Gründungslegende zu verlesen. Der 91-jährige ist heute noch aktiv. Zum 50-jährigen Orchesterjubiläum wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen, weil er als Gründervater vor allem in den Anfangsjahren die Karriere des Klangkörpers erfolgreich vorangetrieben hat.

Torsten Kahler nahm die Gelegenheit war, die Anwesenden zum Jubiläumskonzert mit Solisten und ehemaligen Spielern am 11. September in der Dahlenwarsleber Kirche einzuladen. Er verwies darauf, dass das Orchester seit etwa sechs Wochen eine eigene Internetseite besitzt.

Tholotowsky hatte am Beginn ihrer Ausführungen das in sieben Jahren Einheitsgemeinde Erreichte bilanziert. Rund zwölf Millionen Euro, bei einem Fördermittelanteil von etwa sechs Millionen Euro, seien in den Straßen- und Wegebau sowie die gemeindliche Bildungslandschaft - sprich in einen optimalen Kindertagesstätten- und Grundschulbereich - investiert worden. An den beiden Bildungsstandorten (Dahlenwarsleben und Samswegen) wird es nach Tholotowskys Worten in den nächsten Jahren weitergehen. In Samswegen wird der Außenbereich fertiggestellt, im Ortsteil Dahlenwarsleben die alte Grundschule zu einer Kita-Hort-Einrichtung umgebaut. Für diese Maßnahme stehen Fördermittel in Aussicht.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit von Gemeinderat und Verwaltung ist die Konsolidierung der Finanzen der Gemeinde. Das jährliche Konzept muss bis 2014 fortgeschrieben werden. "Trotzdem haben wir nicht aufgehört zu investieren und Schuldenabbau zu betreiben", so Tholotowsky. Von einstmals sechs Millionen sei man jetzt bei einem Bestand von 2,8 Millionen Euro angekommen. Dank der Partner in der freien Wirtschaft kann die Gemeinde seit dem Vorjahr wieder auf eine stabiles und kontinuierliches Steueraufkommen zurückgreifen.

 

Bilder