Groß Ammensleben. Amtsleiter Reinhard Schimka hatte es im Hautausschuss und auch im Gemeinderat angekündigt: Zwischen 2. März und 1. April liegen die Planungsunterlagen für einen weiteren Streckenabschnitt der Verlängerung der Autobahn 14 nach Norden aus. Sie können in der Gemeindeverwaltung Niedere Börde zu den Sprechzeiten eingesehen werden. Zusätzlich bietet das Landesverwaltungsamt die Möglichkeit, die Planungsunterlagen auf der Internetseite des Amtes online einzusehen.

Bis zum 15. April können dann Bedenken und Anregungen zu dem geplanten Vorhaben vorgebracht werden. Auch die Gemeinde Niedere Börde wird eine Stellungnahme abfassen.

Der entsprechende Streckenabschnitt schließt im Bereich Dahlenwarsleben an die seit 2003 unter Verkehr stehende Autobahn 14 (Dresden-Magdeburg) an. Er endet südlich der vorgesehenen Anschlussstelle Wolmirstedt. Die Länge der Baustrecke beträgt rund elf Kilometer.

Zu errichten sind mehrere Brückenbauwerke, darunter Überführungen über den Mittellandkanal, den Mönchsgraben und die Ohre. Auf Höhe der Gemarkung Jersleben ist die Anschlussstelle Haldensleben vorgesehen. Eine weitere Besonderheit des Abschnittes ist die beidseitige Autobahnraststätte mit WC im Bereich Hamberg (sie wird den Namen "Wolmirstedt" tragen).

Nördlich der Ohre wird die Trassenführung der neuen Autobahn von zahlreichen Zwangspunkten bestimmt. Dazu gehören die Ortschaft Samswegen, Hochspannungsfreileitungen, das Stillgewässer Daukuhle und die Windkraftanlagen nördlich der Landesstraße 44. Unter Berücksichtigung dieser Zwangspunkte nähert sich die Autobahntrasse der Ortslage Samswegen bis auf eine Entfernung von 220 Metern. Um die gesetzlich festgelegten schalltechnischen Immissionsgrenzwerte in der Ortschaft Samswegen einzuhalten, wird zwischen der Ohre und der Landesstraße 44 ein Lärmschutzwall mit einer Höhe von vier Metern angeordnet.

Für das Bauvorhaben und landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen sollen im Gebiet Niedere Börde Grundstücke in den Gemarkungen Dahlenwarsleben, Klein und Groß Ammensleben, Jersleben, Samswegen und Meseberg in Anspruch genommen werden.