Das Medienprojekt der Volksstimme und des Kultusministerium Sachsen-Anhalt geht in die heiße Phase. Bevor die besten Beiträge der Junior-Reporter prämiert werden, heißt es Kamera und Action! Denn diesmal zeigte die ÖSA Versicherungen den Schülern wie ein Werbespot entsteht und ließ die Reporter von morgen gleich selbst ans Werk.

Magdeburg/Wolmirstedt. Jeder schaut gerne fern, doch wie ein Werbespot wirklich gemacht wird, weiß kaum Einer. Genau das dürften Schüler und Schülerninnen einer achten Klasse der Ganztagesschule Johannes Gutenberg aus Wolmirstedt beim SchmaZ-Projekt mit der ÖSA Versicherungen lernen.

Ziel war es, auch beim neunten Mal, den Jugendlichen die Medienwelt näher zu führen und hinter die Kulissen schauen zu lassen.

Im Rahmen des "Schüler machen Zeitung"-Projektes (SchmaZ) nahm sich Wolfgang Kirkamm, Pressesprecher der ÖSA Versicherungen, der Jugendlichen an. "Was macht denn die ÖSA?", startete er die Runde, um die Jugendlichen aus der Reserve zu locken. Schließlich sollen sie einen Werbespot für den Versicherungsanbieter entwickeln, da sollte man das Produkt schon kennen.

Zusammen mit der Agentur AdCOM wurden die Jugendlichen Schritt für Schritt ans Thema geführt. Was ist der Zweck eines Werbespots? Wieviel kostet ein Spot und welche Punkte müssen dabei beachtet werden? Das jugendliche Plenum hörte gespannt zu.

Thomas Labe, Geschäftsführer der Agentur AdCOM und Projektmanagerin Sandra Gossert "brieften" die Schüler, wie man in der Medienbranche sagt, und teilten dabei ein Schriftstück aus, das die genauen Vorstellungen des Spots beinhaltet. "Das ist ein Storyboard", erklärte Sandra Gossert, "eine Art Anleitung in Bildern."

Dann kam es zum praktischen Teil. Die Jugendlichen wurden dazu in drei Gruppen geteilt und sollten anschließend auf die Straße gehen, um Passanten zu interviewen.

Mithilfe eines Kameramannes und eines Betreuers zogen die Kleingruppen über den Bahnhofsvorplatz und durch das Einkaufszentrum. "Was erwarten sie von einer guten Versicherung?" war die einzige Fragestellung, die die Nachwuchsreporter an willige Passanten loswerden sollten. Doch die Aufgabe schien kniffliger als erwartet.

"Ich fand es wirklich spannend, selbst Leute anzusprechen. Vor allem wenn man hautnah miterlebt, dass Passanten von einem weglaufen, weil man ein Mikrofon in der Hand hält und eine Kamera dabei ist", erzählte Leon Mölle (13), Schüler der Ganztagesschule Johannes Gutenberg in Wolmirstedt überrascht.

Nach getaner Interviewtätigkeit, schnitten die Kameramänner mit ihrer jeweiligen Gruppe das Material zusammen, um die fertigen Spots dem Rest der Gruppe vorzuführen.

Schlussendlich sind die Reporter von morgen nicht nur mit ihrem Werk , sondern auch mit dem SchmaZ-Projekt mehr als zufrieden.

"Wir finden unseren Spot ganz gut", sind sich Leon und seine Klassenkameradinnen Sarah Wohlang (13) und Lisa Meiner (14) einig. Begeistert fügte Leon hinzu "Ein Job im Bereich der Medien interessiert mich auf jeden Fall."