Barleben. Das Friedensfahrtmuseum in Kleinmühlingen ist das einzige weiltweit in seiner Art. Und wie der umtriebige Museumsleiter Horst Schäfer versichert, muss es auch betrieben und erhalten werden. Auf großartige Zuwendungen darf und kann er auch in Zukunft nicht hoffen. Da freut sich der im besten Sinne des Wortes Radsportbesessene, - egal aus welchem Teil der Republik - wenn geholfen wird. "Und uns macht es besonders glücklich, wenn das Archiv erweitern werden kann, obwohl wir mehr als 10 000 Exponate rund um die Friedensfahrt zusammengetragen haben. "

Einer, der eine wichtige Lücke im Friedensfahrtmuseum schließen kann, so ist sich Horst Schäfer absolut sicher, ist Erich Wehner.

Das engagierte Mitglied des Heimatvereins suchte kürzlich das Gespräch mit dem Chef des Friedensfahrtsmuseum und konnte davon berichten, dass Fotos und Dokumente von Horst Gaede, Teilnehmer der ersten Friedensfahrt, in Barleben existieren. Erich Wehner erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass er gemeinsam mit Kerstin Dünnhaupt in jahrelangen Recherchen Barleber Persönlichkeiten ermittelt hat, die die sportliche und andere Bühnen Deutschlands eroberten. Und eben der erste Teil dieser Serie war dem Dachdecker und Radrennfahrer Horst Gaede (1926-1999) gewidmet. Der dreimalige Teilnehmer an der Internationalen Friedensfahrt hat als Sportler die Region noch vor dem legendären Täve Schur bekannt gemacht. Er hatte in der Geschichtsschreibung später den Makel, dass er vor Errichtung der Mauer in den Westen ging.

Horst Schäfer zeigte sich sehr überrascht, als er am Dienstag die Ausstellung in Barleben in Augenschein nahm: "Horst Gaede war mir natürlich ein Begriff, aber so eine umfassende Ausstellung hatte ich bis dato nicht gesehen." Die Freude beim Museumsleiter wurde noch größer, nachdem vor Ort vereinbart werden konnte, dass die Ausstellung, die bis Ostern in der Heimatstube zu sehen ist, dannach in Kleinmühlingen aufgebaut wird.