Den Groß Ammenslebern ist ihre Domäne lieb. So sehr, dass sich viele Bewohner Jahr für Jahr beim Frühjahrsputz engagieren. Auch der Teich nebenan wird gereinigt.

Groß Ammensleben. Bärbel Fütterer bepflanzt Blumenkästen mit Stiefmütterchen. Reiner Elling und seine Angler zerren Faulschlamm aus dem Teich. Am Schäfertor harken Männer trockenes Gestrüpp zusammen. Überall auf dem riesigen Areal regt sich emsiges Treiben. Mitglieder der Kleingartenvereine "1919 Groß Ammensleben e.v." und "Gartenfreunde am Mühlenteich", Sportler, Feuerwehrleute, Mitglieder der Kulturhistorischen Gesellschaft und Mitarbeiter des Betriebshofes der Gemeinde arbeiten zusammen, richten ihre Domäne, das Schmuckstück dieses Ortes, frühlingsfrisch her.

"Wir machen diese Arbeitseinsätze bereits seit 2002." Bürgermeisterin Erika Tholotowski hält kurz beim Laub fegen inne und erzählt. "Damals begannen die Teilnehmer des internationalen Workcamps mit den Aufräumarbeiten. Im Anschluss an dieses Camp beschloss die Gemeinde: Wir machen weiter."

Ortsbürgermeister Ulrich Simon sieht in den regelmäßigen Aktionen schon lange einen Erfolg. "Die Arbeit wird immer weniger", sagt er, "wir haben schon eine Grundordnung geschaffen." Früher standen noch alte Schweineställe auf dem Areal, Müll türmte sich bergeweise. Davon ist nichts mehr zu sehen. Mittlerweile haben sich die Arbeiten auf das übliche Frühjahrsmaß eingepegelt. So sehen das auch die Angler. "Früher haben wir hier Autoreifen und Bänke aus dem Teich gezogen", sagt Rainer Elling, Chef der "Achtziger e.V." Inzwischen holen die Hobby-Fischer nur noch Blätter und Faulschlamm heraus.

"Es kommen nicht mehr ganz so viele Bürger wie früher zum Arbeitseinsatz", stellt Erika Tholotowski fest, "vielleicht haben sie zurzeit in ihren eigenen Gärten zu viel zu tun." Dennoch, diejenigen, die gekommen waren, schafften die Arbeit gut gemeinsam.

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