Barleben hat sich als Ort für attraktives Wohnen und als innovativer Bildungsstandort einen Namen gemacht. Das war allerdings nicht immer so. Diverse bauliche Aktivitäten haben der Gemeinde zu einem neuen Antlitz verholfen. Für die erzielte Standortqualität wurde Barleben vor eineinhalb Jahren in Potsdam vom Ostdeutschen Sparkassenverband mit dem Preis "Kommune des Jahres" bedacht.

Barleben. Maßgeblich für diese Entwicklung ist nicht zuletzt das Landesprogramm "Städtebauliche Sanierung im ländlichen Bereich". Zum 1. Januar 1999 wurde der alte Ortskern der Gemeinde in dieses Förderprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen. Der rechtliche Rahmen für die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen wurde mit dem Beschluss der entsprechenden Satzung durch den Gemeinderat im Juni 2001 geschaffen. Auf dieser rechtlichen Grundlage konnten nun die vom Land Sachsen-Anhalt bereitgestellten Fördermittel und die kommunalen Eigenmittel zielgerichtet eingesetzt werden. Den absoluten Schwerpunkt nahm die umfassende Neugestaltung des Breiteweges zwischen den Kreisverkehren an der Ebendorfer bzw. Meitzendorfer Straße und die Quartierentwicklung westlich der Ortsmagistrale ein. Zur Durchführung von kleinteiligen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster, Türen, Tore, Einfriedungen) wurden im Haushaltsplan der Gemeinde ebenfalls Mittel bereit gestellt. Somit konnten private Grundstückseigentümer beabsichtigte Modernisierungen und Instandsetzungen an ihren Häusern mit Unterstützung der Kommune vornehmen. Bislang wurden zirka 60 unterschiedliche Modernisierungsmaßnahmen bezuschusst.

Die neuen Dächer, Fassaden, Fenster und Tore erhöhten einerseits den Gebrauchswert der Häuser und verbesserten andererseits das Erscheinungsbild des alten Ortskerns. Im Hinblick auf die in zwölf Monaten anstehende 950-Jahrfeier Barlebens sollten weitere Hauseigentümer die Initiative zu werterhaltenden Maßnahmen ergreifen. "Die Gemeinde unterstützt sie entsprechend der bestehenden Förderrichtlinie", so Thomas Zaschke, Mitarbeiter der Kommune für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Alle privaten Grundstückseigentümer sind seinen Worten nach angehalten, zu überprüfen, ob förderfähige Baumaßnahmen an ihren Objekten umgesetzt werden können. Aus heutiger Sicht ist der Abschluss der Ortskernsanierung im Jahr 2015 zu erwarten.