Farsleben/Wolmirstedt (cl/gbi). Was lange brennt, wird gut. So hätte man das Farsleber Osterfeuer betiteln können, das am Gründonnerstag gegen 19.30 Uhr angezündet wurde und bis in den Karfreitag hinein glimmte. Zuvor hatten die Feuerwehr der Ortschaft und deren Förderverein die Bevölkerung zum Fackelumzug geladen. Wie immer wurde der Zug von der Schalmeienkapelle Groß Ammensleben, Wehrleiter Michael Langrock und Ortsbürgermeister Rolf Knackmuß angeführt.

Nach einer Runde durch den Ort war das Ziel in diesem Jahr wieder die Brachfläche am Seeweg. Dort war ein großer Haufen Holz aufgetürmt, der sich durch Fackelreste und unter Aufsicht der Blauröcke zu einem beachtlichen Feuer entwickelte, dessen Rauchsäule noch weit sichtbar von der gelungenen Veranstaltung kündete. "Die Anwohner vom Sportplatz haben den Schneebruch aus dem Wald geholt und gesammelt. Wir haben ihn dann hierher gebracht", nannte Wehrleiter Langrock einen Herkunftsort des Holzes. Er bedankte sich auch bei der Firma Papenburg, die nicht nur ebenfalls Holz für das Feuer beigesteuert, sondern auch den Weg zur Festfläche in Ordnung gebracht hatte. So konnten die Kameraden, deren Familien und die Farsleber einen gemütlichen Abend verbringen.

In Wolmirstedt wurde das Feuer kurz vor 19 Uhr entzündet. Der 3,60 Meter hohe Holzberg loderte und glimmte bis weit in die Nacht. Viele hundert Menschen waren auf den Burgberg gepilgert und genossen bei Würstchen, Bouletten und Getränken die warme Frühlingsnacht. "Hier trifft man Wolmirstedter, die man sonst im Alltag selten sieht", sagte Anett Zörner, die mit ihrer Familie jedes Jahr am Osterfeuer steht. Wie immer organisierte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr das Osterfeuer. Die Mitglieder hatten allerdings wenig Zeit zum Plaudern, denn sie betreuten das Feuer, den Grill und den Getränkewagen.

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