Der Saal der Ausflugsgaststätte "Waldfrieden" in Hütten ist am Ostersonntag niedergebrannt. 81 Feuerwehrleute von sieben Feuerwehren, darunter auch vom Truppenübungsplatz Altmark, konnten den Anbau nicht mehr retten. Als Ursache für das verheerende Feuer wird Brandstiftung vermutet. Ermittler der Kripo fanden Einbruchsspuren, außerdem wurde ein Kasse gestohlen. Es entstand ein geschätzter Schaden von rund 220000 Euro.

Hütten. Eine böse Osterüberraschung hat Familie Stallmann am Ostersonntag erlebt. Am frühen Morgen stand der Saal ihrer Ausflugsgaststätte im idyllischen Hütten lichterloh in Flammen. Um kurz nach 7 Uhr war das Feuer bemerkt worden.

84 Feuerwehrleute aus 7 Wehren im Einsatz

Der Brand wurde zum Großeinsatz für sieben Feuerwehren. 84 Einsatzkräfte der Feuerwehren Haldensleben, Colbitz, Lindhorst, Dolle, Rogätz, Zielitz und der Feuerwehr vom Truppenübungsplatz Altmark kämpften gegen die Flammen. Doch selbst der schnelle Einsatz der Feuerwehrleute - nach zwölf Minuten waren die ersten Retter vor Ort - konnte nicht verhindern, dass der Saal der Gaststätte, der zum größten Teil aus Holz bestand, niederbrannte.

"Schon bei der Anfahrt hatten wir gleich die Bundeswehr alarmiert. Die kamen uns mit drei Fahrzeugen zur Hilfe", sagte Oberbrandmeister und Ortswehrleiter Frank Juhl von der Haldensleber Feuerwehr am Einsatzort. Denn auf die Retter wartete eine Problem: "Wir hatten hier vor Ort keinen Tropfen Löschwasser. Wir mussten das Wasser vom Hydranten auf dem Bundeswehrgelände holen. Das ist eine Entfernung von etwa 400 Meter. Es hatte keinen Sinn, einen langen Schlauch zu legen, denn wir brauchten mehr Wasser als der Schlauch uns hätte liefern können", erklärte Einsatzleiter Frank Juhl. "In Zukunft muss sich hier jemand Gedanken machen, dass hier ein Löschwasserbehälter herkommt. Hier stehen ja noch eine Menge alter Gebäude."

Mit Hilfe der Bundeswehr, die gleich 15000 Liter Wasser bei einer Tour mitbrachte, konnten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle bekommen. Doch der Saal ist total niedergebrannt. Auch das angrenzende Wohnhaus wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Am Wohnhaus wurden Teile der Außenfassade beschädigt sowie ein Badezimmer zerstört.

Ermittler finden Einbruchsspuren

Nach ersten Schätzungen der Polizei wird der Schaden an der Gaststätte mit etwa 200000 Euro und der Schaden am Wohnhaus mit etwa 20000 Euro beziffert. Die Heidestraße war wegen der Löscharbeiten in der Zeit von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr voll gesperrt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Kriminalisten vermuten Brandstiftung. Bei ihren Untersuchungen am Tatort fanden die Ermittler Einbruchsspuren. Außerdem sei eine Kasse gestohlen worden, erklärte ein Polizeisprecher gestern auf Nachfrage der Volksstimme.