Rogätz feiert in wenigen Tagen sein 51. Blütenfest. Seit 1996 wird alljährlich eine Blütenkönigin gekrönt, seit 1998 auch eine Justitia berufen. Die Volksstimme begab sich auf die Spuren der ehemaligen Majestäten. Was aus ihnen wurde, soll in einer kleinen Artikelserie geschildert werden, die bereits im vergangenen Jahr begonnen hat. Heute wird sie mit Maja-Franziska Spuhn fortgesetzt.

Rogätz. Maja Franziska Spuhn war die zehnte Rogätzer Blütenkönigin. Bei ihrer Amtszeit von 2006 bis 2007 wurde sie stets von Justitia Claudia Steglitz begleitet.

"Während unseres bevorstehenden Schulabschlusses beschlossen wir gemeinsam, das Amt der Blütenkönigin und der Justitia anzutreten", erinnert sich Maja Franziska Spuhn, "am Tag unserer Krönung waren wir beide sehr aufgeregt. Wir wussten ja nicht, was auf uns zukommt, da wir ja nur aus den Erzählungen vorheriger Majestäten erahnen konnten, was sich hinter diesem Amt verbirgt."

Als Königin die Elbe durchschwommen

Doch schon bald nach der Krönung hatten die beiden Mädchen kaum noch Gelegenheit, über das Amt nachzudenken. Sie standen im Blitzlichtgewitter und wurden zu den verschiedensten Veranstaltungen eingeladen. "So waren wir unter anderem beim Schützenfest in Hannover, beim Bockbieranstich in Colbitz oder beim deutschen Königinnentreffen in Witzenhausen", zählt Maja Franziska Spuhn auf.

Neben diesen großen Veranstaltungen waren die Mädchen auch Gast bei Goldenen Hochzeiten im Ort oder bei den zahlreichen Rogätzer Bällen. "Ein besonderes Ereignis für uns war auch der 1. Rogätzer Elbebadetag an dem wir mitwirkten und sogar als erste Majestäten in die Fluten sprangen, um die Elbe zu durchqueren", berichtet die ehemalige Blütenkönigin von einem weiteren Höhepunkt.

Während ihrer Amtszeit begann sie ihre Berufsausbildung in Barleben, die sie im Jahr 2008 mit Erfolg beendete."Leider musste ich um dieses zu schaffen, mein Hobby - den Pferdesport - stark einschränken."

Allen Nachfolgerinnen viel Glück gewünscht

Inzwischen arbeitet die zehnte Rogätzer Blütenkönigin in Dessau bei der Firma Octapharma. Dort ist sie als Schichtleiterin tätig und hat nun endlich auch wieder mehr Zeit für ihre beiden Pferde.

"Ich wünsche allen Nachfolgerinnen im Amt der Blütenkönigin oder der Justitia viel Spaß in ihrer Amtszeit und ich hoffe, dass sie genauso an dieser Aufgabe wachsen wie ich", zieht Maja Franziska Spuhn ein durchaus positives Resümee ihrer einjährigen Amtszeit.

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