Rogätz bekommt nicht nur eine neue Sporthalle, sondern in diesem Zusammenhang auch ein modernes Gemeindezent-rum. Dazu soll die ehemalige MTS-Werkstatt noch in diesem Jahr umgebaut werden. Von der Europäischen Union gibt es dafür Fördermittel.

Rogätz. Auf seiner Sitzung am 3. Mai will der Rogätzer Gemeinderat die ersten Aufträge für den Umbau und die Sanierung der ehemaligen MTS-Werkstatt zum Gemeindezentrum vergeben. "Die Gesamtbaukosten sind mit 610 000 Euro veranschlagt. Aus Fördermitteln der Europä-ischen Union für den ländlichen Raum haben wir 250 000 Euro bekommen", informierte Bürgermeister Wolfgang Großmann.

Alte und neue Bausubstanz vereint

Noch im Mai soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Mit Kirche, Klutturm, Kindergarten, dem "Tintenfass" und der noch zu sanierenden Remise dürften das künftige Gemeindezetrum und die davor geplante Sporthalle ein wohl einzigartiges architektonisches Ensemble bilden und die Elbgemeinde noch attraktiver machen. Interessant ist dabei besonders das Zusammenspiel von moderner und historischer Architektur.

Das zu DDR-Zeiten als MTS-Werkstatt (Maschinen- und Traktorenausleihstation) genutzte Gebäude, in dem später der Bauhof der Gemeinde residierte, wird zunächst entkernt. Dann sollen in seinem Inneren unter anderem ein Vereinsraum und eine Bowlingbahn entstehen, wie das Nutzungskonzept vorsieht. Der mehr als 120 Quadratmeter große Vereinsraum soll unter anderem den Vereinen des Ortes und der Seniorenbetreuung zur Verfügung stehen. In einem Teil davon soll ein Informationspunkt eingerichtet werden, in dem Broschüren, Kartenmaterial und ortstypische Produkte angeboten werden können.

Nachdem vor einigen Jahren die privat betriebene Kegelbahn in Rogätz geschlossen wurde, besteht Bedarf für eine Bowlingbahn, schätzte Bürgermeister Wolfgang Großmann ein. Die geplante Bahn könne sowohl vereins- als auch freizeitsportlich genutzt werden. Für die integrierte Kleingastronomie soll ein Pächter gewonnen werden.

Fertigstellung noch in diesem Jahr

Die Toilettenanlage des Gemeindezentrums soll sowohl für Veranstaltungen im Gebäude als auch auf dem Marktplatz genutzt werden können. Auch Radwanderer und Touristen werden hier ihr Geschäft verrichten können.

Im Gebäude sind außerdem ein Aufenthaltsraum für die Gemeindearbeiter sowie ein Technikraum vorgesehen. Letzterer wird die Regelungen für Heizung, Lüftung und Elektro auch für die geplante Sporthalle enthalten.

"Die Fertigstellung des Gemeindezentrums ist bis zum Jahresende vorgesehen", teilte Olaf Schmilas vom Bauamt der Verbandsgemeinde Elbe-Heide mit.