Landkreis Börde. Im April hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Bördekreis gegenüber dem Vormonat um 779 Personen reduziert. Ende April waren im Landstrich zwischen Kloster Gröningen und Bertingen 8 511 Personen ohne festen Broterwerb, 1 306 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 8,4 Prozent. Im Vormonat lag sie noch bei 9,2 Prozent.

"Die Konjunktur entwickelt sich stabil. Es werden deutlich mehr Arbeitskräfte nachgefragt. Gegenüber den ersten vier Monaten des Vorjahres wurden 40 Prozent mehr Stellen zur Besetzung angeboten. Nach dem Winter liegen wir auf der Ebene des Agenturbezirkes bei einer Quote von unter zehn Prozent", stellte Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Magdeburg, gestern früh fest.

Von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitiert besonders die Gruppe der jüngeren Menschen unter 25 Jahren. Hier liegt die Zahl der arbeitslosen Personen im Landkreis bei 832 und hat sich gegenüber März um 127 verringert. Im vergleichbaren Vorjahresmonat waren 381 junge Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote für diese Personengruppe beträgt zurzeit 7,3 Prozent (Vorjahr 10,2).

Die Anzahl der älteren Arbeitslosen (50 bis unter 65 Jahre) hat sich im Berichtsmonat um 218 Personen verringert. Derzeit suchen im Landkreis 3 105 ältere Arbeitslose eine Beschäftigung, nur 9 Personen bzw. 0,3 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Nach wie vor sind die einzelnen Regionen im Agenturbezirk unterschiedlich von der Arbeitslosigkeit betroffen. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnet die Geschäftsstelle Oschersleben mit 11,7 Prozent, gefolgt von der Landeshauptstadt mit 11,2 Prozent. Die niedrigsten Quoten haben die Geschäftsstellen Haldensleben und Wolmirstedt mit jeweils 7,1 Prozent.