Von Maik Schulz

Irxleben/Hohenwarsleben/Hohe Börde. Keine Berücksichtigung in der Finanzplanung der Gemeinde Hohe Börde soll der von der Ortschaft Hohenwarsleben verfolgte Bau eines Landjugendzentrums (Volksstimme berichtete) finden. Das empfiehlt der Finanzausschuss des Gemeinderates Hohe Börde. Die Ausschussrunde hält die Idee eines Zentrums für Jugendarbeit aber für sinnvoll.

In seiner Stellungnahme zum Haushaltsentwurf 2011 hatte der Hohenwarsleber Ortschaftsrat die Berücksichtigung des Baus eines Landjugendzentrums im Haushalts- plan beziehungsweise in der mittelfristigen Finanzplanung beantragt. Alle verfügbaren Mittel aus den Rücklagen der Ortschaft sollten dafür eingesetzt werden.

Das lehnte der Finanzausschuss aufgrund der gegenwärtigen Haushaltslage der Gemeinde in seiner Sitzung am Dienstag ab.

"Idee einer Zentrale für Jugendarbeit ist gut"

Gleichwohl folgte der Ausschuss in der Abwägung der Hohenwarsleber Stellungnahme zum Haushalt der Ansicht von Ratsmitglied Ernst Daenecke: "Ich habe mir das Konzept des Landjugendzentrums durchgelesen und finde eine solche Konzeption grundsätzlich gut. Ich beantrage daher, die Verwaltung zu beauftragen, eine Konzeption für die Jugendarbeit in der gesamten Gemeinde zu erarbeiten. Dafür ist sicherlich die Konzentration an einem Ort als zentraler Koordinierungsstelle zu empfehlen. Und dabei kann ein Landjugendzentrum, wo auch immer, eine Rolle spielen." Der Ausschuss stimmte diesem Antrag zu.

Ausschuss für größeres Regenrückhaltebecken

Außerdem bestätigte der Finanzausschuss die von der Ortschaft Hohenwarsleben kritisierten und mit dem Flächenerwerb bereits begonnenen Pläne zur Erweiterung eines Regenrückhaltebeckens im Hohenwarsleber Gewerbegebiet. Auch die Finanzierung des Beckenausbaus durch die Hohenwarsleber Rücklage hält der Ausschuss für gerechtfertigt. Der Grund: Ein beträchtlicher Teil der Hohenwarsleber Rücklagen resultiert aus Einnahmen der Niederschlagswasserbeseitigungssatzung.

Der Hohenwarsleber Ortschaftsrat vertritt die Ansicht, die Beckenerweiterung sei weder nötig und außerdem viel zu teuer. Und schon gar nicht solle diese Maßnahme aus den eigen Rücklagen finanziert werden. Es gebe andere Möglichkeiten mit Drosseleinrichtungen direkt auf den zu vermarktenden Gewerbeflächen, hatte Ortsbürgermeister Wolf Graf von Westarp in der vergangenen Woche betont.

Bestätigt hat der Ausschuss, 5 000 Euro für den Bau einer Garage für Spielgeräte der Hohenwarsleber Kita. Dies wird aus der Rücklage der Ortschaft finanziert.