Meseberg (gbi). Es war erst das zweite Maifest, was die Ortschaft Meseberg organisierte, aber es war wieder ein voller Erfolg. "Woanders wird heute gestreikt oder es werden Steine geschmissen", sagte Ortsbürgermeister Wolfgang Schulze, "wir jedoch feiern." Und daran taten die Meseberger gut. Die Kinder hatten zu Hause ihre Kinderzimmer- und Küchenschränke durchstöbert und aus "abgeliebten" Dingen einen Flohmarkt organisiert. Die Vereine lockten viele Besucher mit einem sportlichen Stationsbetrieb. Alle Disziplinen waren von Laien und Kindern, gut zu bewältigen. Der Chor betreute das Büchsenwerfen, die Angler freuten sich über Zulauf beim "Entchenangeln", bei der Feuerwehr hieß es Zielspritzen, außerdem konnte jeder beim Basketballwurf und Luftgewehrschießen Punkte sammeln.

Für gute Stimmung auf dem Festplatz sorgten die Zackelberger Musikanten aus Neuenhofe. Als Besuchermagnet entpuppte sich außerdem die Ausstellung zur Dorfgeschichte von Eberhard Feilhaber. "Seit unserer 850-Jahr-Feier im Jahre 2002 fotografiere ich unser Dorf", sagt der Chronist. Schon in den relativ wenigen Jahren hat sich einiges verändert. Besonders interessant waren für viele vor allem die ganz alten Fotos, die er ebenfalls sammelt. Georg Schulze zum Beispiel freute sich unbändig, als er seine Schwester auf einem schwarz-weiß Klassenfoto wiedererkannte. Das Mädchen von damals ist inzwischen 62 Jahre alt.

Andere Festbesucher interessierten historische Fotos der vielen Mühlen, die es einst in Meseberg gab.

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