Die Bauarbeiten an der St. Godeberti-Kirche in Bebertal gehen voran. Nachdem die Fördermittel aus dem Leader-Programm genehmigt worden sind, soll in Kürze der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Dr. Berthold Heinecke vom beauftragten Architekturbüro erläuterte den Mitgliedern des Kirchbauvereins St. Godeberti am Mittwochabend, was in diesem Bauabschnitt geschehen soll.

Bebertal. Der Zahn der Zeit hat über Jahrhunderte genagt. Nachdem im ersten Bauabschnitt die enorme Last der Dachsanierung gestemmt wurde, ist jetzt das Hauptaugenmerk auf das Innere der Kirche gelegt. Im zweiten Bauabschnitt soll die Innendecke ausgebessert werden. Wie Pastor Wolfram Steinacker erklärte, gab es dazu im Vorfeld verschiedene Gedanken. Jetzt soll der Putz auf der Holzdecke im Wesentlichen erhalten und ausgebessert werden. Außerdem sollen in den Wänden die Rissen verschlossen und die Hohlräume verpresst werden. Eine weitere Position unter den geplanten Arbeiten ist die Erneuerung der Elektroinstal- lation in der Kirche.

Für die Gesamtinvestition sind knapp 59 000 Euro geplant, etwas über 21 000 Euro davon sind Leader-Fördermittel. Die Eigenmittel teilen sich der Kirchenkreis (etwa 12 000 Euro) und die Kirchengemeinde. Das Geld der Kirchengemeinde, so erklärte Steinacker, stamme aus Rücklagen, aus Spenden und auch aus den Erlösen der Konzerte zugunsten von St, Godeberti.

Berthold Heinecke vom Architekturbüro hat schon einen genauen Bauablauf vor Augen. Sind die Ausschreibungen erst abgeschlossen, könnten die Bauarbeiten bereits am 13. Juni beginnen. Als Bauzeit sind drei Monate vorgesehen.

Für die Bauzeit soll auch der Taufengel noch einmal in ein Ausweichquartier ziehen. Danach aber könnte er wieder voll seine Aufgabe erfüllen. Und vielleicht kehren auch im Zuge der jetzt geplanten Bauarbeiten die Engelsfiguren zurück, die gesichert werden mussten, weil sich die Decke gesenkt hatte. Dafür wären keine umfangreichen restauratorischen Maßnahmen notwendig.

Nach den Bauarbeiten wären die Bebertaler dann auch dem Vorhaben, die Kirche nicht nur als Taufkirche sondern auch als Radfahrerkirche zu nutzen, ein Stück näher. Die Idee war entstanden, weil sich die Kirche direkt am Aller-Elbe-Radweg befindet. Radfahrer könnten hier eine Rast einlegen und sich dabei auch noch von der Schönheit der Dorfkirche überzeugen.

Dennoch sind auch nach dem Abschluss des zweiten Bauabschnittes nicht alle Arbeiten an der St. Godeberti-Kirche getan. Auch die Fenstersanierung hat der Kirchbauverein noch auf seinem Plan. Die Fenster seien, so Architekt Heinecke, zwar relativ schlecht, aber durch aus restaurierbar. "Sie werden erstaunt sein, was man aus den Fenstern allein durch Reinigung und Ersetzen von Bruchstücken herausholen kann", sagte er und betonte, dass er die Fenster auch aus Kostengründen nicht aufgeben würde. Möglicherweise kann sich sogar in der jetzigen Bauphase schon ein Glaser ein Bild machen. Ein weiteres Vorhaben, das für später angedacht ist, wäre die Restaurierung der Orgel.