Ein Baum muss umgesetzt werden, drei Pkw-Stellflächen zurückgebaut - der Ortschaftsrat Barleben hat sich vorgestern Abend mit der Situation am Haupteingang zum neuen Gymnasium in der Bahnhofstraße befasst. Zugleich schlossen sich die gewählten Vertreter Projektmanager Sven Döhle an, der die Ortschaftsräte hinter die Mauern des Schulneubaus führte.

Barleben. Der Schulname ist bereits auf der sanierten Front der alten Maschinenhalle zu lesen. Die Fassade des neuen Gymnasiums prägt jetzt maßgeblich das Bild der Bahnhofstraße in Barleben. Das brachliegende Elektromotorenwerk findet zu neuem Leben. Die Architekten gingen pragmatisch mit der vorgefundenen Bausubstanz um: Die Grundstruktur der einstigen Produktionsanlage blieb erhalten. Um den Industriecharakter zu wahren, blieben die Rundbogenfenster bestehen. Selbst eine alte Kranbahn, inklusive Laufkatze, wurde nicht der Vernichtung preisgegeben, sondern kündet als Museumsstück von vormaliger Zweckbestimmung. Die Maschinenhalle beherbergt in neuer Nutzung die Aula und den Haupteingang des Gymnasiums, der wiederum an die Bahnhofstraße angebunden ist. Vom Eingangsfoyer gelangen Schüler, Lehrer und Besucher direkt in die Aula mit eigener Bühne, Lichtanlage und Galerie. In unmittelbarer Nähe befinden sich Küche und Speiseraum für 160 Esser zeitgleich.

Das neue Gymnasium erstreckt sich über drei Geschosse. Die verfügbare Fläche hat mit 7000 Quadratmetern fast die Größe eines Fußballfeldes. Jeder der 24 Klassenräume bekommt seinen eigenen Zuschnitt. Die Zahl der Fachunterrichtsräume für Lehrfächer wie Physik oder Chemie liegt bei acht. Untergebracht auf den drei Etagen sind des Weiteren 20 sogenannte Teilungsräume, natürlich Schulverwaltung, Sekretariat mit großer Abfertigungstheke und Lehrerzimmer. Vom Aufenthaltsraum für die Lehrerschaft besteht ein direkter Zugang zum Dachgarten, ebenso wie vom Musikraum aus.

Wichtige Argumente der Ecole-Stiftung als Bauherrin, für die Standortwahl des Schulneubaus, daran erinnerte Projektmanager Sven Döhle während der Begehung, seien sowohl die gute verkehrstechnische Lage durch die Nähe zum Barleber Bahnhof als auch die Größe des Grundstückes und seine Gestaltbarkeit gewesen. Mit der Wilhelm Wall-brecht GmbH & Co. KG und der Industriebau Wernigerode GmbH führen den Neubau zwei mittelständische Unternehmen aus, die im Raum Magdeburg zehn Schulbauprojekte gemeinsam realisieren. Allerdings ist der Gymnasiums-Neubau ihr erstes Projekt mit einem freien Schulträger.

 

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