Samswegen (mb). Angefangen hat alles mit den Modelleisenbahnen seines Vaters, erinnert sich Denis Werner. Schon als Kind begann er, sich für die kleinen Gefährte zu interessieren. Eines Tages aber war es damit aber nicht mehr genug. Da interessierte sich der Samsweger für etwas größere Loren, auf die er durch Zufall stieß. Und die gehörten zu einer Feldbahn. Eine kam zum Beispiel aus dem Sägewerk Colbitz.

Auf die Feldbahnen war Denis Werner übrigens auch neugierig geworden, weil er Schienen fand, die als Zaunpfähle dienten, und das waren Schienen einer Feldbahn. "Wenn man einmal damit angefangen hat, wird es immer schlimmer", sagt Denis Werner.

Zu Loren gehört schließlich auch eine Lok. Die entdeckte er 2005 auf einem Werksgelände in Braunschweig. Der Unternehmer hatte die Lok kurz nach der Wende aus der Erfurter Ziegelei geholt, wo sie noch bis 1990 im Einsatz war, und gewissermaßen als Blickfang auf sein Firmengelände gestellt. Mit den Jahren war sie allerdings kein erfreulicher Anblick mehr. So konnte Denis Werner sie nach einigen Verhandlungen kaufen.

"Reingucken durfte man nicht", erinnert sich der 36-Jährige heute. Er hat die Lok völlig auseindergebaut und dann in vielen Freizeitstunden neu wieder aufgebaut. Die einzelnen Teile wurden aufgearbeitet. Mit dieser Lok kam auch der Kontakt zum Förderverein Technisches Denkmal Ziegelei Hundisburg zustande, wo sich auch andere Fans von Feldbahnen engagieren. Als Denis Werner an der Erfurter Lok alles montiert und verkabelt hatte, wollte er schließlich auch mal mit seiner Lok fahren. Auf dem Ziegeleigelände in Hundisburg kann er das. Da gibt es kleine und größere Rundkurse.

Beim Museumsfest am Wochenende in Hundisburg war Denis Werner dann auch mit im Einsatz - als Lokführer.