Die Mädchen und Jungen der Klasse 9c des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums setzten sich im Rahmen der Europawoche erstmals gezielt mit dem Thema Europa auseinander. Nach der Projektstunde waren alle angetan, welche Chancen gerade die Europäische Union (EU) für Jugendliche bereithält.

Wolmirstedt.Tina de Schultz, Studentin an der Hochschule "Harz" in Halberstadt, zeigt sich am Donnerstag vom Wissen der Schüler der Klasse 9c des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums über Europa beeindruckt. "Die Projektstunde hat mir gezeigt, dass die Gymnasiasten sich im Unterricht sehr intensiv mit Europa beschäftigt haben."

Die Studentin aus Halberstadt, die selbst sechs Jahre im Ausland weilte - darunter fünf Jahre in Frankreich - war nach Wolmirstedt gekommen, um die Schüler für das Thema Europa zu sensibilisieren.

Die Projektstunde am Gymnasium kam dank der Unterstützung durch das Europäische Jugendzentrum in Magdeburg zustande, das die erfahrene Studentin als Referentin nach Wolmirstedt geschickt hatte."Wir haben natürlich diese Möglichkeit gern genutzt", erläuterte Frank Pawlik, Lehrer für Sozialkunde, "bietet uns doch dieses Projekt zusätzlich zum Unterrichtsstoff die Möglichkeit, weiter das Interesse unserer Schüler an der EU zu wecken. Da Europa zunehmend einen immer größeren Stellenwert in unser aller Leben einnimmt, haben wir das Angebot aus Magdeburg sehr gern angenommen."

Und wie Tina de Schultz aus eigener Erfahrung berichten konnte, ist es wichtig, schon sehr früh über die Bedeutung der EU zu erfahren, den Gymnasiasten, in diesem Fall der 9. Klasse, zugleich die Chancen aufzuzeigen, die auf diesem Kontinent bestehen."

Was so sehr theoretisch daherkam, fing fast spielerisch an - mit einem Europa-Quiz. Und nicht nur Sören Kühne wusste auf das Gros der zehn Fragen - wie zum Beispiel nach dem höchsten Berg, der Amtssprache oder nach der Anzahl der Sterne auf der europäischen Flagge - die richtige Antwort.

Ernster zeigte sich die Stimmungslage in der Klasse beim Thema "Europäische Wertebörse". Frank Pawlik zeigte sich angetan von der Ernsthaftigkeit, mit der seine Schüler das Thema angingen, "denn sehr schnell arbeiteten sieheraus, dass die EU insgesamt gleiche Werte wie Freiheit, Solidarität, Freundschaft, Menschenrecht oder Toleranz nachhaltig vertritt".

Zum Abschluss der Projektstunde machte die Studentin der Hochschule Harz die Schüler noch mit Auslandseinsätzen wie dem Europäischen Freiwilligendienst vertraut. Zu dem Thema wurde ein Film gezeigt, dann diskutiert. Am Ende herrschte die durchgängige Meinung vor, dass so ein Einsatz nach der Schule, aber vor dem Studium eine echte Alternative darstellt, "weil er den eigenen Horizont erweitert", wie Christin Söhnel und Emely Berndorf betonten, die sich einen Einsatz in England durchaus vorstellen können.

"Diese Veranstaltungwar nicht nur für die Gymnasiasten ein Gewinn.", so das Fazit von Frank Pawlik, "gemeinsam mit meinen Kollegen kamen wir zu dem Ergebnis, dass dieses Projekt künftig unbedingt einen festen Platz in unserem Schulprogramm erhalten sollte."