Die Julius-Bremer-Straße nimmt mehr und mehr Gestalt an. Die Borde sind bereits auf dem ersten Teilabschnitt gesetzt, die Fußwege werden inzwischen gepflastert. Wie vor Ort zu erfahren war, soll noch in dieser Woche damit begonnen werden, auch die Fahrbahn mit Pflastersteinen auszulegen.

Wolmirstedt. In der heißen Phase ist Brigitte Marmodée fast täglich auf der Baustelle Julius-Bremer-Straße anzutreffen, die seit dem 28. Februar in zwei Etappen grundhaft ausgebaut wird. Die gestrige Stippvisite gegen 14 Uhr dagegen war turnusgemäß: "Immer dienstags treffen sich alle Bauverantwortlichen vor Ort und legen die nächsten Schritte fest, dabei mussten wir in den vergangenen Wochen so manches Problem beheben", erläuterte die Bauleiterin, denkt dabei vor allem an die Regenwasserleitung, die manch unvorhergesehene Hürde darstellte. "Doch in den vergangenen Tagen hat selbst das Wetter mitgespielt, liefen die Arbeiten fast reibungslos."

Und darum konnte Brigitte Marmodée gestern Nachmittag signalisieren, dass die eine oder andere Sperrung bald aufgehoben werden kann. So soll zumindestens der Fußweg, auf der Seite hin zum Seniorenheim, in den nächsten Tagen für die Passanten in diesem Bereich durchlässiger gemacht werden. "Denn nicht nur für die Autofahrer, auch für die Anwohner der Julius-Bremer-Straße werden die Bauarbeiten mit jeder Woche mehr zu einer Geduldsprobe." Umso erfreulicher, wenn wie in diesen Tagen gepflastert werden kann, was die Technik hergibt. Polier Klaus Bertram kennt die Fakten: "Vor 14 Tagen haben wir damit begonnen, die Fußwege zu pflastern. Es sind zudem fast alle Borde gesetzt und bereits sechs der sieben angedachten Pflanzbeete angelegt."

Die Fortschritte sind selbst für den Außenstehenden offensichtlich. Etwa zwei Drittel des Fußgängerwegs hin zum Seniorenheim sind fertig. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde noch gestern begonnen. Und der Polier ist sich sicher, dass bereits Ende dieser Woche damit angefangen wird, die Fahrbahn mit sogenanntem Herbstpflaster auszulegen. Wie Klaus Betram gestern vor Ort erläuterte, ist bei jedem Arbeitsgang absolute Passgenauigkeit gefragt: "Vom Baggerfahrer wird vor allem viel Fingerspitzengefühl verlangt. Bei der Feinplanung, sie bildet die letzte Unterlage des Pflasters, dürfen die maximalen Abweichungen zwei Zentimeter betragen. Beim Fußweg hält sich diese Spanne sogar im Millimeterbereich".

Brigitte Marmodée lobte ausdrücklich die Arbeit, "denn ich denke, dass in drei Wochen der komplette erste Teilabschnitt zwischen der Triftstraße und dem Arbeitsamt für den Verkehr freigegeben werden kann. Und selbst zu später Stunde finden dann die Autofahrer den Weg, denn es werden bereits die neuen Laternen installiert".

Was die Bauleiterin zudem versichern konnte, "es wird nicht gerast. Dieser Bereich wird eine Tempo-30-Zone. Zusätzlich soll im Bereich des Arbeitsamtes eine Querungshilfe, sprich Verkehrsinsel, aufgestellt werden". Wann aber die Julius-Bremer-Straße, die auf der Gesamtlänge von 285 Metern für 490000 Euro grundhaft ausgebaut wird, wieder durchgängig befahrbahr sein wird, kann die Bauleiterin nicht mit Bestimmtheit sagen: "Ich denke, der Sommer wird sich bis dahin dem Ende geneigt haben."