Wolmirstedt (kkl). Käthe Heine gefiel gestern Vormittag offensichtlich der "Rummel" um ihre Person. Mit jedem Gast stieß sie an, freute sich über die vielen Blumen und Geschenke. Und für jeden hatte das Geburtstagskind, das am Mittwoch seinen 100. Geburtstag feierte, einen lockeren Spruch. Auch Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander, der einen persönlichen Brief des Ministerpräsidenten Reiner Haselhoff überbrachte, war sichtlich erstaunt über die rüstige Jubilarin, die noch so viel über die Ohrestadt wusste.

Geboren wurde Käthe Heine vor 100 Jahren in Glindenberg, aber wie sie allen Anwesenden verriet, wohnt sie schon "seit einer Ewigkeit in Wolmirstedt".

"Im Alter von 95 Jahren kam sie dann ins Senioren-Wohnheim", weiß die Leiterin Angelika Zachert zu berichten. "Und vom ersten Tag an machte sie jede Beschäftigung mit, die ihr die Einrichtung bot."

So erinnern sich nicht nur die Mitarbeiter recht gut an ihre großartigen Auftritte im hauseigenen Theater. Auch wenn sie nicht mehr auf den Bretter steht, die die Welt bedeuten, so singt sie noch heute immer im Chor des Senioren-Wohnheimes mit. Wie die Jubilarin aber durchblicken ließ, ist Bingo ihre große Leidenschaft. Auf die sie gestern allerdings verzichten musste, denn am Nachmittag forderte die Familie ihr Recht. Neben der Tochter wollten auch die 16 Enkel und Urenkel gratulieren.