• 23. Mai 2012



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Kulturelle Verbindungen nach Osteuropa werden in Glindenberg geknüpft


Klavier im Wald und andere interkulturelle Ideen

24.09.2011 05:24 Uhr |


Von Gudrun Billowie


Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Lettland, Litauen und Tschechien überlegen drei Tage lang in Glindenberg, wie die kulturelle Zusammenarbeit belebt werden kann.

Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Lettland, Litauen und Tschechien überlegen drei Tage lang in Glindenberg, wie die kulturelle Zusammenarbeit belebt werden kann. | Foto: Gudrun Billowie Teilnehmer aus Deutschland, Polen, Lettland, Litauen und Tschechien überlegen drei Tage lang in Glindenberg, wie die kulturelle Zusammenarbeit belebt werden kann. | Foto: Gudrun Billowie

Glindenberg. Sehr international geht es an diesem Wochenende im Glindenberger Hof zu, genauer gesagt, ausgesprochen osteuropäisch. Die deutsch-polnische Gesellschaft veranstaltet mit Unterstützung des Kultusministeriums ein Seminar zur Vorbereitung gemeinsamer Kulturprojekte im ländlichen Raum. Vertreter aus Polen, Litauen, Lettland, Tschechien und Deutschland suchen Ideen, wie kulturelle Zusammenarbeit ganz praktisch und vor Ort aussehen kann. "Interkulturelle Projekte sind in den Städten wie Magdeburg und Halle kein Problem", sagte Kultusstaatssekretär Dr. Jan Hofmann, "im ländlichen Raum ist es schwieriger. Oft fehlen die Vorstellungen darüber, welche Projekte es überhaupt geben kann." Das soll sich mit diesem Seminar ändern. Im Programm "Leader" gibt es europäische Gelder, und die Teilnehmer wollen überlegen, was damit ganz konkret und vor Ort im ländlichen Raum geschehen kann. Jaroslaw Supera aus Polen nannte ein Beispiel aus seiner Heimat. "Kultur kommt im ländlichen Raum gar nicht an", sagte er, "aber eines Tages stellten wir ein Klavier in den Wald, und jemand spielte darauf Chopin. Es kamen 450 Leute." Um solche Aktionen geht es, Kultur, die nicht teuer sein muss und den Alltag vieler Menschen bereichert.

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Und noch ein Ziel hat das Seminar, nämlich das Kennenlernen der Akteure vor Ort. Zwar können Kontakte in diesem Jahrzehnt besonders leicht über das Internet zustande kommen, "aber wir müssen gerade mit unseren Herzen die Kooperation mit unseren Nachbarn suchen", sagte Dr. Jan Hofmann. Das bestätigte auch Una Sedleniece, Leiterin eines Freilichtmuseums bei Riga. "Auch wenn wir von neuer Kommunikation reden, die Grundlage jeder kulturellen Zusammenarbeit ist das persönliche Gespräch", sagte die Lettin. Sie gehört zu einer Generation, die den eisernen Vorhang nicht mehr kennt, für die Internationalität etwas ganz Normales ist. Jaroslaw Supera hingegen erinnert sich noch gut an die Zeit, als es den Ost-West-Konflikt gab, "aber mein Sohn, der bald sein Studium beendet, fährt morgens mit dem Laptop von Warschau nach Berlin in die Bibliothek und abends wieder zurück." Grenzen sind kein Hindernis mehr und Wege sollen kulturell ebenso miteinander verbunden werden. "Wir sind schließlich auf einem Weg zu den United States of Europa", sagte Dr. Jan Hoffmann, "und die Perspektive des Leader-Programmes in Europa ist spannend."



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2011-09-24 05:24:51
Letzte Änderung am 2011-09-24 05:24:51


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von SpeedfireOne am 22.05.2012, 13:00 Uhr

Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.

von Bruni-K am 22.05.2012, 09:28 Uhr

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