
Glindenberg. Sehr international geht es an diesem Wochenende im Glindenberger Hof zu, genauer gesagt, ausgesprochen osteuropäisch. Die deutsch-polnische Gesellschaft veranstaltet mit Unterstützung des Kultusministeriums ein Seminar zur Vorbereitung gemeinsamer Kulturprojekte im ländlichen Raum. Vertreter aus Polen, Litauen, Lettland, Tschechien und Deutschland suchen Ideen, wie kulturelle Zusammenarbeit ganz praktisch und vor Ort aussehen kann. "Interkulturelle Projekte sind in den Städten wie Magdeburg und Halle kein Problem", sagte Kultusstaatssekretär Dr. Jan Hofmann, "im ländlichen Raum ist es schwieriger. Oft fehlen die Vorstellungen darüber, welche Projekte es überhaupt geben kann." Das soll sich mit diesem Seminar ändern. Im Programm "Leader" gibt es europäische Gelder, und die Teilnehmer wollen überlegen, was damit ganz konkret und vor Ort im ländlichen Raum geschehen kann. Jaroslaw Supera aus Polen nannte ein Beispiel aus seiner Heimat. "Kultur kommt im ländlichen Raum gar nicht an", sagte er, "aber eines Tages stellten wir ein Klavier in den Wald, und jemand spielte darauf Chopin. Es kamen 450 Leute." Um solche Aktionen geht es, Kultur, die nicht teuer sein muss und den Alltag vieler Menschen bereichert.
Und noch ein Ziel hat das Seminar, nämlich das Kennenlernen der Akteure vor Ort. Zwar können Kontakte in diesem Jahrzehnt besonders leicht über das Internet zustande kommen, "aber wir müssen gerade mit unseren Herzen die Kooperation mit unseren Nachbarn suchen", sagte Dr. Jan Hofmann. Das bestätigte auch Una Sedleniece, Leiterin eines Freilichtmuseums bei Riga. "Auch wenn wir von neuer Kommunikation reden, die Grundlage jeder kulturellen Zusammenarbeit ist das persönliche Gespräch", sagte die Lettin. Sie gehört zu einer Generation, die den eisernen Vorhang nicht mehr kennt, für die Internationalität etwas ganz Normales ist. Jaroslaw Supera hingegen erinnert sich noch gut an die Zeit, als es den Ost-West-Konflikt gab, "aber mein Sohn, der bald sein Studium beendet, fährt morgens mit dem Laptop von Warschau nach Berlin in die Bibliothek und abends wieder zurück." Grenzen sind kein Hindernis mehr und Wege sollen kulturell ebenso miteinander verbunden werden. "Wir sind schließlich auf einem Weg zu den United States of Europa", sagte Dr. Jan Hoffmann, "und die Perspektive des Leader-Programmes in Europa ist spannend."
Born l Auch die Borner werden künftig in den Genuss schneller Internetverbindungen kommen. Das Land Sachsen-Anhalt fördert auch für das kleine Dorf an der Bundestraße 71 den Ausbau... weiterlesen
Als im Kreistag jetzt der Nachtragshaushalt für das laufende Jahr beschlossen wurde, kritisierten SPD und Grüne den Kurs des Landrats in der Personalpolitik der ihm unterstehenden Verwaltung... weiterlesen
Anlässlich der Zielitzer 1075-Jahr-Feier wird es eine ganz besondere Attraktion geben. Die Gemeinde veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Kaliwerk Zielitz und dem Bergmannsverein... weiterlesen
Niederndodeleben l Das große Kinderfest auf dem Wartberg wirft seine Schatten voraus. Am Sonnabend, dem 16. Juni, lädt der Verein "Wir für Kinder" von 15 bis 18 Uhr in den Schatten... weiterlesen
![]() |
Das erste Feierwochenende zum 950. Geburtstag Barlebens macht neugierig auf mehr... weiterlesen
Rund 20000 Besucher hat die "Gartenträume"-Messe am Wochenende am Schloss Hundisburg angezogen... weiterlesen
Magdeburg l Der Mann, der am 9. November 2007 gegen 17 Uhr einer Sparkassenmitarbeiterin in der... weiterlesen
Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.