
Es ist schon eine vieljährige Tradition: Die Dreikönigstreffen der Börde-Liberalen werden nach Barleben einberufen. Tagungsort diesmal: eine frühere Werkhalle, jetzt bilinguales Gymnasium des freies Schulträgers Ecole.
Barleben l Jens Ackermann kämpft für den Wiederaufstieg der Freien Demokraten. Das machte er gestern eine Dreiviertelstunde lang in Barleben deutlich. Die FDP sei im Keller. "Zwei Prozent in den Umfragen, das schmerzt an der Basis, wo eine engagierte Arbeit gemacht wird", sagte der Vorsitzende der liberalen Partei im Landkreis Börde beim traditionellen Dreikönigstreffen. Man müsse dort den Kopf hinhalten für das, was in Berlin eingerührt werde.
Ein Patenrezept, wie die FDP wieder nach oben kommt, hatte das Mitglied des Deutschen Bundestages in seinem Grundsatzreferat nicht, aber er nannte ein paar wichtige Ansätze. Die Liberalen sollten aufhören, sich mit sich selber zu beschäftigen und mehr den politischen Mitbewerber attackieren. Das träfe gleichwohl für die Bundesebene als auch die Landes- und Kreisebene zu. Und die FDP dürfe keine Partei sein, die es jedem Recht machen wolle. Sie müsse sich Themen zuwenden, bei denen sie 50 Prozent und mehr Zustimmung finde. Auch müsse sie sich zu scheinbaren Tabu-Themen artikulieren. Dazu gehöre, bei 14 Prozent Christen im Land, den 6. Januar als Feiertag in Sachsen-Anhalt auf den Prüfstand zu stellen.
Vor Jens Ackermann bekam Uwe Runge von der Handwerkerschaft des Bördekreises das Wort. Der parteilose Obermeister der Maler- und Lackiererinnung äußerte sich dreißig Minuten lang zu den politischen Rahmenbedingungen für das Handwerk. "Die Betriebe bräuchten solche Bedingungen für ihre Entfaltungsmöglichkeiten", sagte er. Runge trug gleich einen ganzen Problemkatalog hervor. Die aktuelle Gesetzgebung führe teilweise zu überdimensionalen Belastungen für das Handwerk, meinte er. Runge nannte den Wassercent, die Einführung von Umweltzonen in Großstädten wie Magdeburg oder Halle, die Änderung des Rundfunkstaatsvertrages. Er nannte es Wettwerbsverzerrung, wenn kommunale Bauhöfe bei Aufträgen mitbieten könnten. Runge: "So wird dem Handwerk die Arbeit weggenommen."
Mitten in seine Ausführungen platzen die Sternsinger hinein. Nach einer Warteminute vor der Aula des neuen Gymnasiums konnten die drei kostümierten Jugendlichen mit ihrem Gesang zum Zuge kommen. Während Adrian Hasler im Gewand des Melchior das U-förmige Forum mit der Spendenbüchse durchwanderte, brachte Michaela Heller von der Heilig-Geist-Kapelle in Barleben das Segenszeichen "CMB" im Schulgebäude an.
Das Gebäude selbst stand den FDP-Mitgliedern am selben Tage zur Besichtigung offen. Haustechniker Ingmar Schulze übernahm die Führung durch die einzelnen Fachkabinette, gestattete einen Ausflug auf die Dachterrasse in Nachbarschaft von Kunstraum und Lehrerzimmer, schloss auch die Mensa auf und gab Erläuterungen zur Pausenversorgung. Die Begrüßung der angereisten zwei Dutzend FDP-Mitglieder in Barleben, hatte eingangs der Veranstaltung Hans-Jürgen Knust, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes, übernommen. Franz-Ulrich Keindorff, Bürgermeister mit FDP-Mandat, so die Aussage, weilte auf Auslandsurlaub.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.