
"Wellen hellau - Socken hellau": Die Faschingshochburg der Hohen Börde stand am Wochenende Kopf. Die "Flotten Socken" feierten in der "Dorfscheune" die fünfte Jahreszeit und ihren neuen Hahn im Korb. Mit seinem Küken.
Wellen l Ein großer und ein kleiner Mann tänzelten mit im Reigen der närrischen Weiber zu Wellen. Wohl nirgends prägen die Frauen einen Faschingsverein so wie bei den "Flotten Socken". Und das seit mehr als 30 Jahren. Jahrelang fühlte sich Erik Pschihoda als Hahn im Korb pudelwohl im "Socken"-Nest.
Der neuer Hahn im Korb war ganz schnell flügge
Doch der frühere Hahn und seine Frau Sabine sind aus dem Nest gestiegen. Flügge kreiste am Wochenende der neue "Socken"-Hahn Jens Hasenkrug durch den Konfettiregen und schlüpfte von einer Rolle in die andere. Sein Küken, der kleine Toni, schnupperte schon 2011 in der "Dorfscheune" Faschingsluft und war auch in diesem Jahr mit dabei. Die treusorgenden Stamm-Socken haben den Kleinen in ihr Herz geschlossen, und auch der große Jens hat einen Stammplatz auf der Faschingsleiter. Die bestieg am Wochenende zunächst eine gut gelaunte Clowns-Combo, allen voran Ober-Socke Bärbel Pschihoda. Die gegrüßte "Ehrensocke" Holger Stahlknecht. Der Innenminister begnügte sich mit dem Personschutz seiner Frau Barbie, die Leibwächter blieben vor der Tür. Im Saal ging es ans Werk. Mit spitzer Zunge nahmen die Socken den holprigen Weg zum Bau der A14 und Verkehrsminister Webel aufs Korn, berichteten von kreisenden Hubschraubern überm Wellener Heim der Ehrensocke und ließen auch Luxusknäste mit Flachbild-TV nicht aus.
Weltrekord im Limbo war nicht annähernd zu erreichen
Auch die viel zu kleine Dorfbi- bliothek, in die zwar Bücher, aber keine Leser passen, bekam ihr Fett weg. Erotische 16 Zentimeter standen beim Limbo-Tanz im Kreuzfeuer des Jubels. 16 Zentimeter - so hoch lag die Latte beim Limbo-Weltrekord. Den kratzten die fünf Männer aus dem Publikum zwar nicht annähernd, dafür kitzelten ihre wackeligen Hüften die Lachmuskeln der Narrenschar um so mehr. Niederndodelebens Schul-Ober-Indianer Rüdiger Schöndube brillierte beim Ausmarsch mit einem Handstandlauf. Musikalische Hausfrauen (Sonja Kirsten und Jens Hasenkrug) verzückten das johlende Publikum. Das Fass zum Überlaufen brachte die feuchtfröhliche Rollatoren-Parade. Angeführt von Oberarzt Jens schlurften seine schnapsdrosseligen Patientinnen unter das faschingsverrückte Volk und schmetterten ihre Hymne auf Teufel Alkohol übers Scheunenparkett. Zum schillernden Finale kreisten bunte Regenschirme durch das Rund, der Saal stampfte im Takt, Jens Hasenkrug und Elfi Neubauer schwangen das Mikro und die Faschingsgemeinde sang im Chor: "It's raining men - halleluja!". Eine Super-Stimmung. Und die Zugabe ein Muss. Für jede Nummer.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.