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Die Ohrepromenade, vor allem im Bereich zwischen der Hindenburg- und der Amtsbrücke, verliert augenscheinlich immer mehr an Glanz. Dabei ist der Wirtschaftshof mit seinen Mitarbeitern fast täglich vor Ort. Doch gegen die Vandalen, die mutwillig Schaden anrichten, kommen sie offensichtlich nicht an.
Wolmirstedt l "Meinen Lieblingsplatz habe ich auf Anhieb gefunden. Die Uferpromenade entlang der Ohre gleich hinter der Schlossdomäne." Und es sind nicht nur die Wolmirstedter, sondern auch ihre Gäste, die die einladende Grünanlage zwischen der Hindenburg- und der Amtsbrücke besuchen. Die im Sommer, aber vor allem im Frühling eine farbenprächtige Blütenpracht entwickelt. In diesem Gefühl wird der Besucher noch bestärkt, da fast täglich Mitarbeiter des Wirtschaftshofes vor Ort beschäftigt sind.
Das Bild täuscht. Bereits auf den zweiten Blick folgt die Ernüchterung. "Allein um die Aufkleber zu beseitigen, die in diesem Bereich fast täglich neu von Vandalen angebracht werden, mussten wir einen Dauerauftrag auslösen", erläutert Dirk Illgas vom Ordnungsamt, "das bedeutet, der Wirtschaftshof wird mindestens zweimal in der Woche deshalb hier tätig." Und wie der Sachgebietsleiter betont, verunstalten die Aufkleber seit geraumer Zeit nicht nur die Schilder auf der Ohrepromenade, sondern in der gesamten Stadt. "Da kommen gut und gern 1000 Schilder zusammen. Natürlich stehen wir als Stadt in der Pflicht, sie dann wieder zu entfernen. Aber die Rechnung bezahlen letztlich wir alle." Der Sachgebietsleiter verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es sich bei dem Bekleben nicht etwa um eine lapidare Ordnungswidrigkeit handelt, sondern dieser Tatbestand Eingang in den Straftatenkatalog gefunden hat. Aber offensichtlich hält selbst diese Tatsache die Vandalen nicht ab. Im Gegenteil, ihr schmutziges Handwerk ist noch viel breiter gefächert, wie Dirk Illgas gestern Vormittag bei einem Vorort-Termin zeigt. 15 Lampen sollen die Ohrepromenade ins rechte Licht rücken. Aber der Sachgebietsleiter kann sich zumindestens in der jüngsten Vergangenheit nicht erinnern, wann einmal alle Lampen brannten. Da werden Leuchten zerschmissen, selbst Leitungen gekappt. Als wenn dies alles nicht schon genug wäre, werden selbst Neuanpflanzungen, wenn sie nicht gestohlen werden, dann auch noch ganz bewusst niedergetrampelt.
Auch das ist kein Einzelfall: Pflastersteine werden gelockert und böswillig in der Ohre versenkt, Papierkörbe müssen für "Kraftproben" herhalten. Und es wird noch schlimmer. Alles was im Bereich der Ohrepromenade Fläche bietet, wird beschmiert. Ein Spiegelbild dessen ist die Amtsbrücke, die mit unzähligen Graffitis verunstaltet wurde. Selbst vor den Plastiken machen die Schmierfinken nicht Halt. Noch etwas fiel gestern auf: Keine beschmierte Parkbank auf der gesamten Strecke, wo sich nicht ein Müllberg auftat.
Und so äußert Dirk Illgas, der sich in diesem Fall als Sprecher der Verwaltung, aber auch als Wolmirstedter Einwohner sieht, eine Bitte: "Nicht wegschauen, denn dafür ist die Ohrepromenade viel zu teuer."
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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth
Glueckwunschzum Sieg Hanne.