Der Gemeinderat von Loitsche-Heinrichsberg beschäftigte sich auf einer seiner letzten Sitzungen im vergangenen Jahr mit dem geplanten Radweg zwischen Heinrichsberg und dem zugehörigen Friedhof. Die Ruhestätte liegt rund einen Kilometer außerhalb der Ortschaft.

Heinrichsberg. Zur Debatte stand ein Vorentwurf der Planer. Der sieht vor, zwischen dem Knotenpunkt Glindenberger/Loitscher Straße und dem Friedhof einen 1040 Meter langen Radweg zu errichten.

Der Trassenverlauf folgt der Kreisstraße 1170 in Richtung Glindenberg. "Der Verkehr auf dieser Straße als wichtiger regionaler Verbindung hat deutlich zugenommen", erläuterte Planer Axel Gehlhaar von der beauftragten # GmbH, "bei einer Fahrbahnbreite von 6,75 Metern wird die Benutzung für Radfahrer immer gefährlicher."

Verkehrssicherheit erhöht sich deutlich

Durch den geplanten Radweg erhöhe sich die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer, die zum Friedhof wollen, aber auch für die Kraftfahrer auf der Kreisstraße.

Dem Gemeinderat lagen zwei Varianten des Vorentwurfes zur Entscheidung vor. Beide folgen dem selben Streckenverlauf. "Die Trasse wurde so gewählt, dass ein Minimum an Eingriff in die Natur und Landschaft erfolgt", betonte Axel Gehlhaar, "es wurde der direkte Bereich neben der Fahrbahn genutzt, wodurch keine Bäume gefällt werden müssen."

Einziger Unterschied zwischen den beiden Varianten ist die geplante Breite des Radweges. Während bei Variante 1 eine Fahrbahnbreite von 2,0 Metern außerorts und 2,4 Metern innerorts vorgesehen ist, liegt die Breite des Radweges bei Variante 2 durchgehend bei 2,5 Metern.

Die Ratsmitglieder entschieden sich einstimmig für die Variante 1, für die Baukosten von 256 300 Euro veranschlagt werden. Der andere Vorschlag der Planer hätte 281 000 Euro gekostet. Bei beiden Varianten ist ein Flächenankauf notwendig. Der Radweg soll nördlich der Kreisstraße angelegt und noch in diesem Jahr gebaut werden. "Die Kosten werden in den Gemeindehaushalt eingestellt, der derzeit erarbeitet und Ende Januar dem Gemeinderat zur Entscheidung vorliegen wird", teilte Bürgermeisterin Bettina Seidewitz mit.

Streuobstwiese als Ausgleichspflanzung

Die Oberfläche des Radweges besteht aus einer Asphaltdeckschicht. Die Umweltbeeinträchtigung durch die Versiegelung soll mit Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Dazu ist einerseits eine Heckenpflanzung entlang der Radtrasse geplant. Außerdem soll eine Streuobstwiese angelegt werden.

Den Planungen waren Baugrunduntersuchungen vorangegangen. Im Abstand von 250 Metern wurden Rammkernsondierungen bis auf eine Tiefe von vier Metern niedergebracht. Dabei stellten die Planer fest, dass wegen des Untergrundes ein Mehraushub von 20 Zentimetern Tiefe erforderlich ist. Der wird dann mit Splitt wieder verfüllt, auf den die Frostschutz-, die Trag- und die Deckschicht aufgebaut werden.