Wolmirstedt (mb). Der Brandschutzabschnitt II, der knapp den Altkreis Wolmirstedt umfasst, existiert in seiner jetzigen Struktur und Größe seit nunmehr einem Jahr. Nach der Fusion des ehemaligen Ohrekreises mit dem früheren Bördekreis zum Landkreis Börde wurden auch im Bereich der Feuerwehren neue Strukturen geschaffen.

Der Brandschutzabschnitt II umfasst die Einheitsgemeinde Stadt Wolmirstedt, die Verbandsgemeinde Elbe-Heide und die Einheitsgemeinden Niedere Börde und Barleben. In diesem Abschnitt leben 43 977 Einwohner auf einer Fläche von 531,18 Quadratkilometern, erläuterte Abschnittsleiter Matthias Lange von der Feuerwehr Ebendorf auf einer Wehrleitertagung. 34 Ortswehren sind hier im Einsatz. Im Brandschutzabschnitt II gibt es 114 Schwerpunktobjekte, darunter sind zwei Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten.

In allen Bereichen wird an der Erarbeitung und Umsetzung der Risikoanalyse und Brandschutzbedarfsplanung gearbeitet.

Zur Feuerwehr der Stadt Wolmirstedt gehören vier Ortsfeuerwehren, die mit Gründung des Brandschutzabschnitts 116 aktive Mitglieder hatte. Von den vier Wehren waren drei im Jahr 2009 ständig einsatzbereit. Jede Ortsfeuerwehr verfügt über eine Jugendwehr. Die Stadtwehrleitung setzt sich aus dem Stadtwehrleiter Dirk Bischof und den Ortswehrleitern zusammen, die gleichzeitig Vertreter des Stadtwehrleiters sind. Die Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren und mit der Stadtverwaltung sei vorbildlich, bekräftigte der Abschnittsleiter.

Als besonderen Einsatz im vergangenen Jahr bezeichnete Matthias Lange das zeitgleiche Abarbeiten von einem schweren Verkehrsunfall und einem Kellerbrand in Elbeu, wobei sich die gute Zusammenarbeit gezeigt habe. Das Zusammenwirken wird regelmäßig in Einsatzübungen geprobt.

Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Elbe-Heide setzt sich aus 18 Ortsfeuerwehren zusammen. 450 Wehrleute sind hier aktiv. Die Hälfte der Wehren sei 2009 ständig einsatzbereit gewesen, acht Ortsfeuerwehren haben Jugendwehren. Gemeindewehrleiter ist Egbert Fitsch, Stellvertreter Thomas Nielebock. Die Zusammenarbeit der Ortswehren funktioniere, könne aber durch größere Einsatzübungen weiter verbessert werden, so Matthias Lange.

Als schwierig stelle sich die Größe der Verbandsgemeinde mit 369,4 Quadratkilometern dar, hierzu gehört der Truppenübungsplatz Altmark. Zwei schwere Verkehrsunfälle auf der B189 bei Dolle und Colbitz nannte der Abschnittsleiter als besondere Einsätze im vergangenen Jahr. Bei diesen Unfällen gab es mehrere Tote und Schwerverletzte. In der Niederen Börde gibt es 9 Ortsfeuerwehren mit zusammen etwa 190 aktiven Mitgliedern. 2009 waren 5 Wehren ständig einsatzbereit, 5 Feuerwehren haben Jugendwehren. Gemeindewehrleiterin ist Katrin Vagel, ihre Stellvertreter sind Karl-Heinz Mill und Gerhardt Wolf. Da die Einheitsgemeinde Niedere Börde bereits seit 2004 besteht, sind die Strukturen gefestigt.

Die Zusammenarbeit sei gut, schätzt Matthias Lange ein. Das gelte auch für die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Mehrere Ortswehren waren bei einem Großeinsatz in Samswegen im Einsatz, als eine Lagerhalle mit Stroh brannte.

Zur Feuerwehr der Einheitsgemeinde Barleben zählen 3 Ortsfeuerwehren mit insgesamt etwa 80 aktiven Mitgliedern. Alle 3 Wehren waren ständig einsatzbereit, und jede Wehr hat eine Jugendabteilung. Dem Gemeindewehrleiter Patrick Säuberlich stehen seine Stellvertreter Lars Bode und Mirko Gericke zur Seite. Auch die Gemeinde Barleben besteht bereits seit 2004 und verfügt deshalb ebenfalls über gefestigte Strukturen. Die Zusammenarbeit der Wehren und mit der Verwaltung funktioniert.

Als besonderen Einsatz im vergangenen Jahr führte Matthias Lange den Einsatzunfall des Tanklöschfahrzeugs der Ortswehr Ebendorf an. Dabei verletzten sich zwei Kameraden so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.