Wolmirstedt. Wohl niemand will bestreiten, dass heute das Salz auf unserem Planeten, ebenso wie das Wasser, für Mensch und Tier lebensnotwendig ist. Beides hat eine lange Kulturgeschichte und ist nicht voneinander zu trennen. Vorstandsmitglied Klaus Sänger hatte sich deshalb dieses Mal in seinen Ausführungen, wie im ersten Vortrag über den Naturstoff Wasser, sozusagen als Fortsetzung, nun das "weiße Gold" vorgenommen.

Über 30 Zuhörer kamen Ende vergangener Woche zum zweiten Vortragsabend des Heimat- und Kulturvereins in diesem Jahr in den Schlosskeller des Bürgerhauses und wollten mehr wissen über das Salz auf unserer Mutter Erde, über seine große geschichtliche Bedeutung und Wirksamkeit für die Menschheit. Und was sie in mehr als 90 Minuten anhand von Lichtbildern und der dann doch noch funktionierenden Mikrofontechnik erfuhren, war für alle sehr informativ und aufschlussreich. "Mit Beginn der Zivilisation wurde der Mensch gezwungen, in Abhängigkeit mit dem Salz zu leben", sagte Klaus Sänger. "Es konnte zum Beispiel Lebensmittel haltbar aber auch Boden unfruchtbar, Brunnenwasser keimfrei oder ungenießbar machen sowie Leben geben und auch nehmen. So gesehen präsentiert es eine unermessliche Macht. Man muss daher dem Salz auch heute mit Achtung und Verehrung begegnen und zumindest dafür sorgen, dass es immer genügend vorhanden ist", betonte er weiter.

Sänger verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das in Zielitz auf der "Calvörder Scholle", fast vor der Haustür, seit vielen Jahren geschieht und das durch den größten Arbeitgeber in der Region. Aber auch Salzbergwerke in Staßfurt und Bernburg haben wesentlich die industrielle Entwicklung gefördert und ebenso Städten und Kurorten - wie Halle an der Saale und Bad Salzelmen - durch Salzvorkommen einen rapiden Aufschwung beschert.

Sicherlich hat der Vortrag, den Klaus Sänger mit viel Fleiß erarbeitet hatte, wie Vereinsvorsitzender Erhard Jahn in seinen Dankesworten zum Ausdruck brachte, daran erinnert, dass der Heimatverein im September die Fabrik des Kaliwerkes besichtigen wird, wo das geförderte Kalisalz weiter verarbeitet wird und dann als hochwertiges Endprodukt zu den Kunden gelangt.