Wolmirstedt.Das war eine Biologiestunde in der vergangenen Woche, die die Mädchen und Jungen der Klasse 5b der Leibniz-Sekundarschule so schnell nicht vergessen werden. "Aber letztlich haben sich die Schüler diesen Ausflug selbst eingebrockt", verriet Biologielehrerin Gitta Bleschert mit einem verschmitzten Lächeln und sagte weiter: "Dennoch hatten augenscheinlich alle richtig viel Spaß an dieser Form des Unterrichts." Der nicht zufällig im Tierheim in der Angerstraße stattfand. Wo die Schüler Katzen streicheln durften, aber auch beim Füttern und Saubermachen halfen oder mit einem der herrenlosen Hunde Gassi gehen durften.

Initiiert hatte diesen Besuch Anna-Marie, 12 Jahre, Enkelin des ehrenamtlichen Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Rudolf Giersch. Sie hatte vor längerer Zeit zum Biologie- unterricht ihre Schildkröte mit in die Schule gebracht und auch davon berichtet, dass neben Hunden und Katzen hin und wieder auch exotische Tiere im Tierheim abgegeben werden. "Meine Oma Gerlinde hat mich schließlich darin bestärkt, der Klasse den Vorschlag zu unterbreiten, das Tierheim zu besuchen", erzählt die Fünftklässlerin. "Denn Unterricht ist das eine, aber genauso wichtig ist, sich einmal selbst mit den Tieren zu beschäftigen." Das sah die Mehrheit der Klasse 5b ebenso, unterstützten den Vorschlag ins Tierheim zu gehen. Anna-Marias Klassenkameradinnen Linda Maria Rhode und Celine Meyer zumindestens waren nach dem Aufenthalt begeistert, versicherten sogar, dass sie gern öfter mal ins Tierheim kommen wollen, um zu helfen.

Auffallend war, dass die Schüler durchweg von der engagierten Arbeit der Mitarbeiter in der Angerstraße beeindruckt waren und ihnen viel Lob zollten. Als kleines Dankeschön hatten die Fünftklässler extra ein Plakat gebastelt, auf demzahlreiche Haustiere zu sehen waren. Natürlich hatten die Mädchen und Jungen bei ihrem Besuch auch an die Vierbeiner gedacht und vom eigenen Taschengeld Hunde- und Katzenfutter gekauft.