Zum Artikel im "NABU: Verständnis für die Ohre wecken" (Volksstimme vom 29. Januar) erreichte uns folgende Reaktion:

Der NABU wirbt um Verständnis für die Ohre. Seine Argumente sind für mich wenig überzeugend. Zumal:

a.) sie unter anderem den Widerspruch enthalten, dass der Zufluss der alten Elbe in die Ohre an der Amtsbrücke gepflegt werden muss, um den Abfluss zu gewährleisten, aber die Ohre selbst ungebremst verkrauten kann;

b.) ich ihnen zu entnehmen geneigt bin, dass an den Problemen, die der heutige Zustand der Ohre aufwirft, die zu DDR-Zeiten regelmäßig vorgenommene Ausbaggerung und Uferbereinigung schuld sein soll.

Der so erhaltene gepflegte Zustand des Flusses, wie ich ihn als Wolmirstedter Bürgerin seit 1953 und in der Zeit als Spaziergänger auf der Ohrepromenade geschätzt habe, kann wohl kaum die Ursache für die Sorgen sein, die heute nicht nur die in unmittelbarer Nachbarschaft der Ohre wohnenden Menschen bedrücken. Zum Beispiel der gestiegene Grundwasserspiegel.

Ich habe nichts gegen Renaturierung, aber nicht auf Kosten der Sorge um den Menschen.

Elfriede Ulrich,

Wolmirstedt