Große helle Räume, farbige Wände, schickes Mobiliar, Spielzeug ohne Ende, das scheinbar den Spaßfaktor bei den Mädchen und Jungen ins Unermessliche treibt. Keine Frage, einen "Fuchsbau" aber stellt man sich anders vor.

Samswegen. "Richtig, der Name soll auch nur symbolisieren, dass sich die Kinder in der Kindereinrichtung wohlfühlen sollen" betont Kita-Leiterin Sabine Babucke und verrät, dass sich, bis auf eine Ausnahme, alle Kita- und Hortkinder letztlich für diesen Namen ihrer Einrichtung ausgesprochen haben, "und das wissen wir zu respektieren". Das sahen die Gemeinderäte der Niederen Börde genauso und stimmten auf ihrer Ratssitzung der Beschlussvorlage im November des vergangenen Jahres zu.

Was aber bis heute fehlt, nachdem am 1. September die offizielle Einweihung war, und das "Kind" endlich seinen Namen hatte – eine zünftige Namensfeier. "Das ist nicht vergessen, soll geschehen, wenn die kleinen Füchse den Bau verlassen. In der Regel ist das im Frühling. Einen genauen Tag, wann also im ,Fuchsbau‘ der Bär steppt, haben wir noch nicht festgeschrieben", verriet gestern die Leiterin auf Nachfrage der Volksstimme.

Was Sabine Babucke und ihr engagiertes Team aber mit absoluter Sicherheit sagen können: Der Namenstag soll sichtbar und nachhaltig sein. "Das heißt, wir hätten schon gern zur Feier im Eingangsbereich ein Schild, das verrät, dass hier der ,Fuchsbau‘ ist. Doch das kostet Kraft, Ideen und auch Geld." Und wie die Leiterin betont, sind sie auf Hilfe angewiesen und über jeden Vorschlag, jeden Hinweis, jeden Rat und jede Spende dankbar. "Wer das Bedürfnis hat, uns beizustehen, ist herzlich willkommen, wird mit offenen Armen empfangen", versichert Sabine Babucke.

Denn sie ist sicher, dass durch die Gemeinde kein Geld fliesen wird. Für die Baumaßnahmen der neuen Einrichtung, ein ehemaliger Gebäudekomplex, kamen in der Vergangenheit pauschale Mittel aus dem Konjunkturpaket II zum Tragen, wobei auch die Gemeinde Mittel im Haushalt bereitstellte. Insgesamt waren nicht weniger als 416 000 Euro veranschlagt.

"Also können wir nicht schon wieder als Bittsteller kommen", so die Leiterin, die sich aber sicher ist, dass ihre Bitte im Landkreis gehört wird. Gilt es nur noch die Frage zu beantworten: Wieso, warum Fuchsbau?

"Über den Namen haben wir uns ernsthaft Gedanken gemacht", verrät die Leiterin, "und bei den ,Beratungen‘ immer mit am Tisch die Kinder." Zum Tag der offenen Tür am 1. Oktober wurden "Nägel mit Köpfe" gemacht. Jeder durfte seine Vorstellungen in eine Kiste einbringen. 20 Vorschläge gab es, darunter auch Kinderkiste, Ameisenhaufen, Heideröschen, Schlaue Füchse, und Fuchsbau.

Wie Leiterin Sabine Babucke verriet, ging alles sehr demokratisch zu. Man ließ die Hände sprechen: Letztlich war der Beifall der Mädchen und Jungen für den "Fuchsbau" mit Abstand am lautesten, setzte sich dieser Name klar und deutlich gegen den Ameisenhaufen durch.