Barleben. Den Mädchen und Jungen der Klasse 4a der Grundschule Barleben sah man durchweg die Anspannung an. Selten in den vergangenen Wochen war es in der Klasse so ruhig wie gestern Vormittag zur vierten Stunde. "Dabei ist eigentlich jegliche Sorge unbegründet", verrät Klassenlehrerin Heike Hadwich, "denn es ist eine ausgesprochen fleißige Klasse, die sich durchweg auf das Halbjahreszeugnis freuen kann, denn die Leistungen der vergangenen sechs Monate können sich sehen lassen." Schulleiterin Ingrid Veit, die gestern noch Mathe in der 4a unterrichtete, sieht es genauso: "Den Mädchen und Jungen merkt man in jeder Stunde den Lerneifer an. Langfristig lockt nämlich die Sekundarschule oder das Gymnasium, und da strengt man sich eben doppelt so an."

In neun Fächern bekamen die sechs Jungen und elf Mädchen der 4a Noten, "und erstmals auch im Fach Englisch", erläutert die Klassenlehrerin, "und es ist erstaunlich, mit welchem Feuereifer die Schüler ihre erste Fremdsprache lernen." Was Heike Hadwich damit sagen will, fast durchgängig gab es in den vergangenen Monaten Einsen und Zweien, was sich dann auch in den Halbjahresnoten widerspiegelte.

Auf die Frage, wer die Besten in der Klasse sind, würde die Lehrerin am liebsten alle aufzählen, "denn alle 17 haben sich ernsthaft bemüht, waren fleißig. Und ich weiß wohl, dass so manche Zwei oder Drei, die auf dem Zeugnis steht, schwerer erkämpft ist, als eine glatte Eins".

Fast durchgängig die Note Eins haben Jasmin Bendig und Nele Mertens, die gestern mit einem Zensurendurchschnitt von 1,2 den Heimweg antraten. "Auch die sechs Jungs in der Klasse schlagen sich achtbar im Unterricht", versichert Heike Hadwich, "und Max Waliczek zum Beispiel kann sein Zeugnis mit gutem Gewissen zuhause vorlegen. Immerhin hat er einen Durchschnitt von 1,4."

Noch größer als in der vierten Klasse war gestern die Aufregung bei den Abc-Schützen, "denn schließlich bekamen sie ihr erstes Zeugnis", betont Schulleiterin Ines Veit. "Na, und das ist stets etwas Besonderes."

Trotz des letzten Schultages gab es an der Grundschule keinen Grund, diesen Tag locker anzugehen: "In den acht Klassen unsere Schule, zweizügig von ersten bis zur vierten Klasse, wurde bis zur vierten Stunde unterrichtet, erst dann war die Schule aus", erläutert die Schulleiterin, "aber nach der vierten Stunde hatte jeder der 156 Schüler sein Halbjahreszeugnis."

Für den Großteil der Schüler war nach dem letzten Klingelzeichen Schluss, aber nicht wenige blieben, gingen in den Hort. Das wird in der kommenden Woche, wenn die Winterferien sind, nicht anders sein. Fehlen wird im Hort aus der Klasse 4a Emely, die mit ihren Eltern an die Ostsee fährt. Nele freut sich auf den Besuch eines Musicals nächste Woche in Berlin.

Elisa dagegen hofft, dass der Winter zumindestens in Friedrichbrunn anzutreffen ist, denn dort wird sie ihre Ferien verbringen. Doch wer ab Montag in den Hort geht, so verspricht Leiterin Claudia Bergner, kann eine Menge erleben, "denn es wird wieder ein kleines Stück weihnachtlich".

So werden am Montag zum Beispiel alle alten Schokoladen-Weihnachtsmänner eingeschmolzen, tags darauf geschieht dies mit den Weihnachtskerzen – entsteht Neues. "Wir werden mit den Hortkinder, im Schnitt haben sich täglich 50 angemeldet, die Woche über zwar Barleben nicht verlassen, dennoch ist richtig viel los", versichert die Hortleiterin. So am kommenden Donnerstag in der Mittellandhalle, wo die Ferienkinder nach Herzenslust herumtoben dürfen. Zum Abschluss lüftete Hortleiterin Claudia Bergner noch ein Geheimnis: "In der kommenden Woche hat sich eine Puppenbühne angesagt, gibt es in der Aula großes Theater."