Wolmirstedt war am Freitag Austragungsort der Vorrunde zum 2. Börde-ALSO-Cup für Freizeitkicker. Sechs Teams waren am Start. Der Sieger kam aus Wolmirstedt, hört aber auf den Namen "Club Samswegen".

Wolmirstedt. Der Kreissportbund (KSB) Börde wartet mit einem Slogan auf: Wer Sport treibt, der geht den richtigen Weg. "Deshalb wird auch in der Woche immer wieder in die Sporthalle eingeladen", erläutert Maik Tschetschorke, stellvertretender Projektleiter des ALSO-Projekts des KSB Börde. Und der junge Mann kann mit beachtlichen Zahlen aufwarten: "In den vergangenen acht Monaten haben wir über 200 Veranstaltungen organisiert, nicht weniger als 2500 Jugendlich zu später Stunde von der Straße in die Halle geholt."

Erneut wurde damit der Nachweis erbracht: Kinder- und Jugendarbeit sowie soziale Integration lassen sich am besten durch Sport verbinden. Und er spielt im wahrsten Sinne des Wortes seit Jahren im Landkreis Börde eine tragende Rolle – voran steht einmal mehr König Fußball. Und das besonders jetzt in der Hallensaison, in der der 2. Börde-ALSO-Cup 2011 ausgetragen wird.

Fragt man bei den Verantwortlichen nach, was ALSO bedeutet, erhält man als Antwort: "Der Name ist Programm! ALSO steht für "alternatives freizeitpädagogisches Antigewalt-Sofortprogramm". "Ziel ist es, über den Sport den jungen Menschen Verhaltensstrategien zu vermitteln und zu helfen, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln", betont Maik Tschetschorke. Den Worten ließen der stellvertretende Projektleiter und sein engagiertes Team am Freitag Taten folgen – luden ein zur zweiten Vorrunde um den 2. Börde-ALSO-Cup nach Wolmirstedt in die Halle der Freundschaft. Maik Tschetschorke, der an diesem langen Abend auch die organisatorischen Fäden in der Hand hielt, sprach von einem gutklassigen Turnier und mit der Stadt Wolmirstedt von einem tollen Partner, "…denn die jungen Kicker hat das Spiel unter dem Hallendach nichts gekostet."

Doch zum Sport selbst: Hochtalentierte Spieler waren auf der Jagd nach der runden Kugel. Es hat allen, so das Fazit, trotz der schweißtreibenden Geschichte, so richtig viel Spaß gemacht. Und das sind die knallharten Fakten: Dreieinhalb Stunden dauerte der Ballzauber im Sporttempel in der Ohrestadt. 40 Kicker standen auf dem spiegelglatten Parkett, die unentwegt von ihren Fans nach vorn getrieben wurden.

Etwas konkreter wird da schon Harald Hosenthien, der neben Hans-Werner Kitt, dem Turnier ein guter Schiedsrichter war: "Sechs Mannschaften aus Ackendorf, Haldensleben und Wolmirstedt kämpften um die beiden ersten Plätze, die für die Teilnahme an der Endrunde des Cups am 25. März (erneut) in Wolmirstedt berechtigen. Allein die Mannschaft aus Ethingen blieb dem Turnier fern. Insgesamt 15 Spiele, gekickt wurde zehn Minuten, waren notwendig, bevor der Sieger und die Platzierten feststanden."

Auch wenn an diesem Abend nur die drei Erstplatzierten Pokale bekamen, gewonnen aber haben nach dem Schlusspfiff alle, die dabei waren.

Die Chronistenpflicht aber verlangt es dennoch, dass die Endergebnisse veröffentlicht werden: Gewonnen hatte nicht zufällig der "Club Samswegen". Der Name ist ein wenig irreführend, denn die Kicker kommen aus Wolmirstedt. Sie gewannen das Auftaktspiel und danach auch die restlichen Begegnungen. Am Ende setzten sie sich mit 15 Punkten und einem Torverhältnisvon 22:3 Toren klar vor dem BFZ Wolmirstedt durch (12 /22:3) durch. Platz drei ging an die SG Germania 09 aus Haldenslebensleben (5/11:10). BT Sternburg Haldensleben (5/8:10) kam auf Platz vier vor den Fußballgöttern aus Ackendorf (5/7:11). Auch wenn es für ALSO Haldensleben (0/2:22) zu keinem Sieg reichte, hatten sie als Sechster dennoch alles gegeben.

 

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