Der Verkehrsknotenpunkt Lindenallee/Landesstraße 48 wird im Sommer entschärft. Er hatte sich in der Vergangenheit zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Die Gemeinde versuchte daher schon seit vielen Jahren beim Landesbetrieb Bau die Errichtung eines Kreisverkehrs zu erwirken. Mit Erfolg, 2010 gab es "Grünes Licht", jetzt soll gebaut werden.

Barleben. Spätestens im Sommer soll der "Kreisel" kommen, so war auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung zu hören, auf der den Ortschaftsräten der genaue Sachverhalt vermittelt wurde. "Wir hatten Andreas Thiel vom verantwortlichen Ingenieurbüro eingeladen", erläutert Hans Heinrich, Bereichsleiter Bau der Gemeinde Barleben, "der die genauen Details auflistete." So beabsichtigt der Landesbetrieb die stark frequentierte Kreuzung an der B 189/L 48/Ebendorfer Straße/Lindenallee zu einem Kreisverkehr auszubauen, "und damit zu entschärfen". Wie Hans Hirche betonte, obliegt die Planung und die Baudurchführung allein dem Landesbetrieb. Für die Gemeinde selbst ergeben sich durch die sich ändernde Verkehrsführung zwei "Eingriffe in die Nebenanlagen". So im Bereich der Lindenallee und der Ebendorfer Straße, Auffahrt zur Bundesstraße. Wie der Bereichsleiter gegenüber der Volksstimme hervorhob, hat die Gemeinde darüber hinaus die Möglichkeit, über die Gestaltung der Mittelinsel zu befinden. "Zum Ausbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr wird zwischen dem Landesbetrieb und der Gemeinde eine Kreuzungsvereinbarung beschlossen", erläuterte Hirche. "Sie regelt die genauen Verantwortlichkeiten zwischen beiden Partnern." Die Gesamtkosten für dieses Projekt werden anteilig durch den Bund, das Land und die Gemeinde getragen. Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen belaufen sich die Geamtkosten für den Kreisverkehr auf 321 261,50 Euro. Davon beträgt der Gemeindeanteil 92 491,19 Euro. Wie der Bereichsleiter Bau in diesem Zusammenhang betonte, obliegen der Gemeinde klare Verantwortlichkeiten. So bei der Anpassung der Nebenbereiche in der Ebendorfer Straße mit der sogenannten Busbucht. Aber auch der Nebenbereich der Lindenallee zur Auffahrt zur Bundesstraße 189 mit der dann erforderlichen Versickerungsmulde gehören zu den Aufgaben.

Diskutiert wurde während der Sitzung auch die mögliche Gestaltung der Mittelinsel. Und es gibt erste Vorstellung: So zum Beispiel das Anlegen einer Rasenfläche und das Aufstellen einer Säule, die ein Wappen von Barleben ziert und durch eingebaute Bodenstrahler beleuchtet wird. In diesem Fall würde der Bau, die Pflege und die Unterhaltung an die Gemeinde übergehen. Wie Hans Hirche betonte, ist aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. "Diese Leistungen könnten auch zu einem späteren Zeitraum ausgeführt werden. Wichtig ist allein, dass während der Bauphase bereits die Versorgungsleitungen eingebracht werden."