Vor fünf Jahren realisierte die Gemeinde den grundhaften Ausbau einen Teilbereiches des Gehweges entlag der Sülze. Nach erfolgtem Grunderwerb kann dieser Weg nunmehr bis zum Ententeich verlängert und die geplanten Spielgeräte aufgestellt werden.

Barleben. Für die vom Ortschaftsrat bestätigte Wegeführung besteht die Notwendigkeit, eine Pappelreihe komplett zu entfernen. Ein Gutachter schätzte die Bäume als stark bzw. sehr stark geschädigt ein. Ortschaftsrat Dr. Edgar Appenrodt geht davon aus, dass das anfallende Altholz professionell vermarktet wird.

Bei den am Nordufer des Ententeiches stehenden Pappeln handelt es sich um zirka 80 Jahre alte Exemplare mit einem Stammdurchmesser von zirka 70 bis 80 Zentimetern. Ihre Wurzeln treten teilweise bereits aus dem Boden heraus und verlaufen sichtbar an der Erdoberfläche. Die Baumkronen wurden vor eineinhalb Jahren aufgrund von Trockenschäden eingekürzt. Zur Wahrung der Verkehrssicherheit wären in nächster Zeit weitere Kroneneinkürzungen vorzunehmen. "Auch und gerade unter dem Aspekt, dass zwischen dem geplanten Weg und den privaten Grundstücken Spielgeräte für Kinder aufgestellt werden sollen", so Hans Hirche vom Bau- und Serviceamt der Gemeinde.

Aus artenschutzrechtlichen Gründen soll die unvermeidbare Fällung der Pappelreihe während der Vegetationsruhe im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Februar durchgeführt werden.

Um den ökologischen Verlust, der durch die Baumfällungen entsteht, auszugleichen, werden Ersatzpflanzungen vorgenommen. Es ist davon auszugehen, dass mindestens 60 bis 70 Bäume als Ersatz gepflanzt werden. Die bestätigte Planung geht von einer wegsäumenden Baumreihe als Begrenzung zur Spielwiese aus. Die Großbäume werden punktuell mit Strauchgruppen unterpflanzt. Damit soll die mit den Baumfällungen verloren gehende räumliche Struktur ersetzt werden.

Von einer kompakten Naturhecke – bestehend aus verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Büschen – wird Abstand genommen, da mit der Aufstellung von Spielgeräten entlang des Spazierweges die Blickmöglichkeit der Eltern zu ihren Kinder nicht behindert werden soll.

Der geplante, zwei Meter breite Spazierweg wird mit Betonsteinpflaster ausgelegt. Diese Variante geht konform mit der Bauausführung im ersten Teilabschnitt. Durch den Einbau einer Betonrecyclingschicht zuzusätzlich zur Schottertragschicht ist eine höhere Froststabilität zu erreichen.

Der Gehweg ist entsprechend dem Verlauf des jetzigen Trampelpfades in geschwungener Form dem vorhandenen Gelände anzupassen. Die höhenmäßige Einpassung erfolgt ebenfalls geländenah, so dass die Abführung des Oberflächenwassers über die angrenzende Grünfläche abgesichert werden kann.

Das Aufstellen der hölzernen Spielgeräte erfolgt nach Beendigung der Tiefbauarbeiten. Die finanziellen Mittel für die Spielgeräte sind in den Haushalt der Gemeinde aufgenommen. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden mit 106 000 Euro beziffert.