Der "Tag der Regionen" in der Hohen Börde im Oktober 2011 wirft erste Schatten voraus. Am Montag diskutierte der Kulturausschuss des Gemeinderates über die Ausgestaltung und mögliche Termine.

Eichenbarleben/Hohe Börde. Der bundesweite Aktionstag "Tag der Regionen" macht seit Jahren in den zwei Wochen rund um den Erntedanktag Werbung für die Stärken der Regionen – für regionale Produkte, regionale Dienstleistungen und regionales Engagement. Deutschlandweit!

Von Anfang an mit dabei sind Dörfer der Gemeinde Hohe Börde. Im vergangenen Jahr war es erstmals gelungen, alle Ortschaften zwischen Schrote und Beber mit ins Boot zu holen, um einen bunten Veranstaltungsreigen auf die Beine zu stellen, der für die Attraktivität des Lebens auf dem Bördelande wirbt.

Der Kulturausschussvorsitzende Klaus Ehlers sprach sich am Montag dafür aus, die Veranstaltungspalette am "Tag der Regionen" auch 2011 wieder dezentral, also verteilt über das ganze Gemeindegebiet zu organisieren. "Eine zentrale Veranstaltung können wir uns finanzell gar nicht leisten", pflichtete ihm Bürgermeisterin Steffi Trittel bei und ergänzte: "Die Organisation von Veranstaltungen in den Ortschaften hat sich bewährt. Wir verteilen die Organsation auf viele engagierte Schultern, geben damit der Vielfalt und Individualität von Ideen, der Identifikation mit dem Dorf und den Besonderheiten der einzelnen Ortschafte einen Raum, der in den vergangenen Jahren eindrucksvoll ausgestaltet wurde."

Bürgermeisterin plädiert für einen Tag

Gleichzeitig plädierte die Bürgermeisterin dafür, es bei der Konzentration der Veranstaltungen auf einen festgelegten Tag zu belassen. Trittel schlug Montag, den 3. Oktober, vor. "Den interessieren Besuchern soll es im Kopf bleiben: Am Tag der Deutschen Einheit ist in der Hohen Börde immer etwas los. "

Doch es gab am Montag in Eichenbarleben auch andere Meinungen. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Klagen darüber, dass an einem einzigen Festtag diejenigen, die selbst mit organisieren und am Tag der Regionen mitwirken, keine Möglichkeit haben, andere Dörfer zu besuchen. Deshab meinte die Eichenbarleber Gemeinderätin Claudia Morris am Montag: "Der Tag der Regionen wird bundesweit vom 23. September bis zum 9. Oktober stattfinden. Warum nutzen wir nicht den gesamten Zeitraum. Der 3. Oktober kann ja der Hauptveranstaltungstag bleiben."

Denkbar wäre auch ein ganzes Festwochenende

Der Niederndodeleber Peter Nellen schlug vor: "Das Jahr 2011 bietet sich an, das ganze Wochenende zu nutzen, der 3. Oktober ist ein Montag." Sein Hermsdorfer Ausschusskollege Linhard Wiedmann regte an: "Der 3. Oktober wird empfohlen. Für mich ist es wichtig, dass überhaupt etwas an einem der drei Tage dieses Wochenendes los ist."

Auf Anregung des Ausschussvorsitzenden Klaus Ehlers sollen in den nächsten Wochen die 14 Ortschaftsräte der Hohe Börde, ihre Meinung äußern und die Gemeinde informieren.

Festgezurrt werden sollen die Terminplanung und die inhaltliche Vorbereitung und Organisation beim traditionellen Frühstück, einer gemütlichen Ideenwerkstatt für den Tag der Regionen des laufenden Jahres. Dieses Regionalfrühstück mit allen potenziellen Mitstreitern aus der Hohen Börde findet alljährlich im Frühjahr statt.