Die Fortschreibung des Konsolidierungskonzeptes bis 2014 bekommt Vorrang. Sie wird am 22. Februar verabschiedet, zusammen mit dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Wohnungs- und Gebäudeverwaltung. Der Haushaltsplan der Gemeinde Niedere Börde für das laufende Jahr wird dann am 8. März verabschiedet. Das mehrere hundert Seiten dicke Zahlenwerk sei noch nicht vollständig, hieß es am Dienstag im Hauptausschuss. Am 1. März soll es eine letzte Lesung zum Entwurf geben.

Groß Ammensleben. Der Hauptausschuss der Gemeinde wog zu Beginn der Woche die Vorschläge und Anregungen aus den acht Ortschaftsräten zum Haushaltsplan für dieses Jahr ab. Einmal mehr spielte dabei die Zukunft von Objekten in der Ortschaft Gutenswegen eine herausragende Rolle. Der dortige Ortschaftsrat hält geschlossen am Bürgerhaus im Ackendorfer Weg fest, brachte Dietmar Strauß von der Freien Wählergemeinschaft zum Ausdruck. Das bedeutet für ihn, dass die ausstehende Nottreppe im Wertumfang von 30 000 Euro endlich angebracht werden muss. "Mit ein wenig gutem Willen werden wir dieses Problem in diesem Jahr vom Tisch bekommen", meinte Burkhard Wohlfarth von der CDU-Fraktion. Auch sein Fraktionskollege Lothar Chelvier, Bürgermeister im Ortsteil Gutenswegen, mahnte, dass die Nottreppe endlich kommt. Gerhard Schmidt, ebenfalls CDU-Fraktion, forderte die Verwaltung auf, nach einer Finanzierungsquelle zu suchen. Bürgermeisterin Erika Tholotowsky bezieht bislang die Position, dass Maßnahmen mit Fördermitteln vordergründig sind. Eine Förderung für die Nottreppe gebe es nicht. Die Kita-Kinder könnten zum Turnen die Sporthalle auf dem früheren Schulgelände nutzen.

Um die Liegenschaft der früheren Grundschule Gutenswegen, insbesondere um die Küche in ihrem Keller, rankte sich dann die weitere Diskussion. Die Schulküche schreibe rote Zahlen, habe eine Kapazität von 300 Portionen, gekocht würden lediglich 100 Essen. Um die Versorgung von Kitas und Schulen wirtschaftlich zu betreiben, müsse die Zahl bei 600 Portionen liegen, so Daniela Baars von der Ordnungs- und Sozialverwaltung. Um sich dieser Kapazität zu nähern, müsse investiert werden. Dazu bedarf es der Grundsatzentscheidung, ob die Kommune die Villa behält oder nicht. Die frühere Besitzerfamilie hätte schon Interesse am Erwerb angezeigt, hieß es.

Burkhard Wohlfarth und Gerhard Schmidt brachten am Ende übereinstimmend zum Ausdruck, dass die Gemeinde gegenüber Drittanbietern von Schulessen schlechte Karte hätte. Die könnten es besser und billiger.