Ochtmersleben. Traditionell laden die Schlepperfreunde "Kolbenglück", die ihr "Zuhause" in Eichenbarleben haben, alljährlich zum Jahresanfang befreundete Schlepperfreunde zum "Andieseln" ein. So war es auch am Sonnabend, als man sich in der "Rosenschänke" in Ochtmersleben traf. Hier ging es nicht nur darum, aus dem vergangenen Jahr Bilanz zu ziehen, sondern auch das neue Jahr zu planen.

Der Höhepunkt im vergangenen Jahr war natürlich wieder das eigens organisierte Schleppertreffen auf dem Gut Detzel bei Haldensleben. Außerdem haben die Schlepperfreunde auch mehrere andere Schleppertreffen in der Region bereichert.

"Wir sind seit dem vergangenen Jahr auch Mitglied im Bundesverband Historischer Landtechnik Deutschland (BHLD)", erklärte "Kolbenglück"-Chef Lutz Ebeling. Diese Vereinigung hat sich die Erhaltung und Förderung von Kulturwerten der Land- und Forstwirtschaft auf die Fahnen geschrieben und bringt auch bei einem großen Schleppertreffen in Hammelburg Schlepperfreunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammen.

Ob die 15 Schlepperfreunde vom "Kolbenglück" in diesem Jahr daran teilnehmen, steht zwar noch nicht fest, aber ihr Kalender ist trotzdem gut gefüllt. Die Termine für einige Treffen von Schlepperfreunden, beispielsweise in Ummendorf, im Elbe-Park, in Hundisburg oder in Groß Rodensleben, sind schon vermerkt. Ab Anfang Mai werden die Schlepperfreunde dann regelmäßig an den Wochenenden wieder ihre "Schätzchen", die teilweise älter sind als ihre Fahrer, präsentieren. Auf Gut Detzel laden die Schlepperfreunde am zweiten Septemberwochenende zum zehnten Mal zu ihrem eigenen Schleppertreffen ein. "Wir haben schon überlegt, ob wir noch etwas Besonderes zu diesem Jubiläum machen können", erklärte Lutz Ebeling.

Fakt ist, dass der Schlepperfreund Uwe Bätge bis zu diesem Höhepunkt seine neueste Errungenschaft – ein Raupentraktor – in Schuss gebracht haben wird. Seine Mitstreiter wissen aber, wieviel Arbeit es bedeutet, das in die Jahre gekommene Teil in ein Schmuckstück zu verwandeln. Wer aber wie Uwe Bätge mit Leidenschaft dabei ist, schafft auch das.

Aber ein Stück von dieser Leidenschaft würden die Schlepperfreunde auch gern an die nächste Generation weitergeben. Kurz: Auch sie suchen wie andere Interessengemeinschaften Nachwuchs.