Gutes Essen gehört zu einer Jahreshauptversammlung der Glindenberger Feuerwehr dazu. Bevor aber die Schlachteplatten geplündert wurden, legten der Ortswehrleiter und die Leiter der Jugend- und Kinderfeuerwehr Rechenschaft ab.

Glindenberg. Die Bilanz war gar nicht so schlecht. "Ich mache mir um diese Feuerwehr überhaupt keine Sorgen", sagte Frank Schröder, der als Verantwortlicher in der Stadtverwaltung gekommen war, "ihr habt euch heute zur Jahreshauptversammlung toll präsentiert, seid eine feste Größe im Ort und zu euch gehören viele Jugendliche und Kinder." Peter Franz vom Ortschaftsrat setzte nach: "Viele Veranstaltungen wären ohne euch gar nicht möglich."

In der Tat haben die Glindenberger Kameraden viel Gutes auf ihrer Haben-Seite. Am aktiven Dienst beteiligen sich 26 Kameraden. Sie treffen sich jeweils Mittwoch zur Ausbildung, können im Jahr 2010 1350 Ausbildungsstunden vorweisen. "Der Alterdurchschnitt beträgt 37,5 Jahre", rechnete Ortswehrleiter Andy Opitz aus, "weil es immer dieselben Kameraden sind, wissen wir jetzt schon, wie der Altersdurchschnitt in fünf Jahren aussehen wird." Er konstatierte: "Wir brauchen mehr Nachwuchs."

Um den ist es allerdings gar nicht so schlecht bestellt. Sechs Jungen und zwei Mädchen gehören zur Jugendfeuerwehr, die von Enrico Fritze und Pascal Maitré geleitet wird. In der Kinderfeuerwehr tummeln sich unter Gabi Micks Leitung sogar 16 Knirpse im Alter von fünf bis neun Jahren. Zeltlager, Feuerwehrnächte und die Teilnahme an Kreismeisterschaften im Löschangriff nass gehören zu den Erlebnissen des vergangenen Jahres.

Die Glindenberger Kameraden wurden im Jahre 2010 zu 16 Einsätzen gerufen. Über die Hälfte, nämlich sieben Einsätze, waren Brandsicherheitswachen. Das heißt, Feuerwehrleute stehen bei Veranstaltungen wie der Küchenhornfete, dem Countryfest oder dem zehnjährigen Jubiläum des Glindenberger Chores brandtechnisch zur Seite. Für diese Brandsicherheitswachen wendeten die Glindenberger Kameraden 116 ihrer insgesamt 225 Einsatzstunden auf. Dreimal wurden sie außerdem zu ausgelösten Brandmeldeanlagen gerufen und sie beseitigten eine Ölspur.

Die klassischen Aufgaben einer Feuerwehr übten sie fünfmal aus. Sie löschten einen PKW-Brand im Tunnel, waren beim Scheunenbrand, Küchenbrand, Kellerbrand und dem Brand im Wirtschaftshof dabei. Sehr zufrieden zeigte sich Andy Opitz mit dem Ausbildungsstand seiner Kameraden. Unter ihnen sind elf Maschinisten, 17 Atemschutzgeräteträger, der stellvertretende Wehrleiter Mirko Ohrstedt absolvierte gar einen Lehrgang zum Verbandsführer.