Ein Jahr in den USA leben, dort studieren und arbeiten – diese spannende Kombination bietet das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) mit einem Vollstipendium. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff schickt seit nunmehr zehn Jahren einen Jugendlichen in die USA. 2011 fiel die Entscheidung zu Gunsten von Lavinia Bergmann.

Wolmirstedt. Lavinia Bergmann, 16 Jahre jung, aus Süplingen, steht die Freude ins Gesicht geschrieben: "Für mich wird mit der Reise in die USA ein Traum wahr." Die erste, die dem jungen Mädchen gratuliert, ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff: "Du hast allen Grund dich zu freuen, denn diese Reise ist kein Glücksfall, diesen Tripp muss man sich mit guten Leistungen verdienen. Und du hast nachgeweisen, dass du mit Bravour in den USA bestehen wirst."

Im Jahre 2001 schickte die Bundestagsabgeordnete erstmals einen Jugendlichen im Zuge des Parlamentarischen-Patenschafts-Programmes in die USA. Zehn Jahre später wird es Lavinia Bergmann, die gegenwärtig die 10. Klasse besucht, sein, die über den großen Teich fliegt.

Was das 16-jährige Mädchen seit knapp zwei Wochen weiß, wurde ihr gestern im Beisein ihrer Eltern, Kerstin Bergmann und Klaus Dettmer, im Büro der Bundestagsabgeordneten Waltraud Wolff noch einmal bei Kaffee und Kuchen ganz persönlich gesagt.

Und Lavinia Bergmann ihrerseits erzählte die Geschichte, die sie im August nach Amerika führen wird: "Ich war in der achten Klasse, als Austauschschüler über Amerika erzählten und ich erstmals einen Bericht über das Parlamentarische-Patenschafts -Programm (PPP) des Deutschen Bundestags in der Hand hatte. Und ich habe seinerzeit sofort Feuer gefangen, wollte mehr über das Projekt, aber noch mehr über die USA erfahren. Jetzt hat es geklappt, gehöre ich zu den Auserwählten." "Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu", weiß Waltraud Wolff aus Erfahrung, "doch so eine Bildungs-Reise, die muss man sich verdienen – nicht zuletzt mit überdurchschnittlichen Leistungen. Und dabei denke ich nicht nur an die Schulalltag."

Lavinia Bergmann, die auf dem Halbjahreszeugnis einen Leistungsdurchschnitt von 1,3 aufzuweisen hat, engagiert sich auch nach der Schule. So besucht das musikalisch begabte Mädchen seit Jahren die Kreismusikschule, lernt Klavier und Querflöte. Sie hat aber auch ein Herz für Tiere.

"Aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann träume ich auch sehr gern von fremden Ländern. Ich will mehr über die Menschen dort und ihre Kulturen wissen. Dabei denke ich ganz besonders an Amerika. Jetzt habe ich die große Chance bekommen, mein Wissen vor Ort weiter zu vertiefen. Und das macht mich einfach nur glücklich."

In diesem konkreten Fall hat sie das Glück mit ihrem couragierten Auftreten "erzwungen", hat nämlich in Berlin die Kommission, die letztlich die Entscheidung zu treffen hatte, mit ihrem Wissen, aber vor allem mit ihrer Persönlichkeit überzeugt. Auch wenn Amerika noch ein gutes Stück weg ist, hat die Reisevorbereitung für Lavinia Bergmann bereits begonnen, " und dazu zählt auch, dass ich die englische Sprache intensiver als je zuvor lernen werde".